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Marburg Ein eiskaltes Vergnügen für Marburger Kinder
Marburg Ein eiskaltes Vergnügen für Marburger Kinder
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00:17 13.01.2019
Von Gleit-Übungen über Parkour bis hin zu Limbo: In der Eisschule stellten sich die Kinder den unterschiedlichsten Herausforderungen. Quelle: Tobias Kunz
Marburg

Zwischen 20 und fast 30 Kindern hätten an den meisten der insgesamt fünf Kurse in den Winterferien teilgenommen, sagt Frauke Haselhorst von der Jugendförderung, die das Angebot gemeinsam mit ­ihrem Kollegen Björn Kleiner leitet.

An einem Mittwochmorgen sind 28 Kinder im Fortgeschrittenenkurs angemeldet. Sie drehen auf der Eisfläche schon mal ihre Runden, bis es losgeht. ­Genau darum geht es, sagt ­Haselhorst: Dass die Kinder eben nicht nur Runden drehen können, sondern auch sicher fahren und Übungen lernen, die Spaß machen.

Der zehnjährige Milan aus Marburg hat schon an mehreren Kursen teilgenommen. Er will vor allem lernen, schnell zu fahren. Was er am Schlittschuhlaufen mag: „Man kann weit fahren, ohne dass es anstrengend ist“.

"Ich mag es, herumzukurven"

Das Gleiten ist eine der ersten Übungen, die die Teilnehmer machen. Kurz Gas geben, dann die Füße stillhalten und sich über das Eis gleiten lassen.

Anni aus Marburg macht das Schlittschuhlaufen keine großen Probleme, sagt sie. Denn schließlich kann sie schon Inlineskaten, erzählt die Siebenjährige. Was sie aber noch besser lernen will, ist das Bremsen. Denn im Gegensatz zu Inlineskates haben Schlittschuhe keine Bremsen. Im Kurs letzte Woche ist sie mit der Wange auf dem Eis aufgeschlagen. „Deshalb mag ich Inlineskaten ein bisschen lieber“, sagt Anni. Ihre Lieblingsübung ist der Storch.

Während die Kinder gleiten, sollen sie dabei ein Bein heben, wie das geflügelte Tier. Und im Wechsel dazu beschreiben sie mit ihren Schlittschuhen Kreise, „Ostereier“, wie die Übungsleiter sagen. Wem der Storch zu schwierig ist, der macht eine Reihe von Ostereiern.

Das kostenlose Angebot gibt es schon seit Jahren. Für Haselhorst und ihren Kollegen zählt es, möglichst alle Kinder aufzunehmen. Auch die, die das Schlittschuhlaufen gerade erst im Anfängerkurs gelernt haben, dürfen bei den Fortgeschrittenen mitmachen. Von denen sind an diesem Tag besonders viele dabei.

Auch die elfjährige Saliha hat das Schlittschuhlaufen in den Kursen der Kleinen Eisschule­ gelernt. Inzwischen kann sie aber schon sicher fahren. „Ich mag es, herumzukurven“, sagt die Marburgerin. Im Kurs hätte sie sich gewünscht, dass sie auch Pirouetten geübt hätten.

Auch Hinfallen will geübt werden

Saliha ist eines von einer Handvoll Kinder, die schon so fortgeschritten sind, dass sie gerne schwierigere Übungen gemacht hätten. Für sie gibt es nach dem Kurs noch die Möglichkeit, Figuren zu lernen. Eine der studentischen Mitarbeiterinnen, die die Übungsleiter bei der Eisschule unterstützen, hat früher Eiskunstlauf trainiert. Sie weiß zum Beispiel, wie man nach einem Sprung wieder sicher landen kann, nämlich leicht in der Hocke.

Bei der achtjährigen Milana funktioniert das Springen noch nicht so gut. Mutig hebt sie ab, landet aber mit dem Po auf dem Eis. Schnell steht sie wieder auf und lächelt breit ihre Mutter am Rand der Eisfläche an. Später sagt sie: „Hinfallen macht auch ein bisschen Spaß. Wir üben ja nur und es ist kein Turnier.“

Leiterin Haselhorst erzählt, auch das Eishockey sei gut angenommen worden. Erst im vergangenen Jahr habe die Jugendförderung Kurse für Kinder eingeführt. Dieses Jahr hätten regelmäßig zwölf Kinder daran teilgenommen. Der letzte Termin ist am Freitag, den 11. Januar, von 9 bis 10 Uhr.

von Freya Altmüller