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Ein bunter Strauß von Melodien

Klassik-Open-Air Ein bunter Strauß von Melodien

Ein äußerst schmissiges Programm mit vielen Schmankerl hat das Studenten-Sinfonie-Orchester (SSO) am Freitag beim traditionellen Klassik-Open-Air auf der Schlossparkbühne zum Auftakt des Stadtfestes geboten.

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Am Freitag begeisterte das Studenten-Sinfonie-Orchester während des Klassik-Abends auf der Freilichtbühne im Schlosspark Hunderte Besucher.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Orchester mit seinem Dirigenten Ulrich Manfred Metzger hatte sich diesmal dafür entschieden, nicht etwa eine Sinfonie, sondern einen Strauß eingängiger Melodien anzubieten, um das Publikum auf unterhaltsame und doch qualitativ hochwertige Weise auf das Feuerwerk vorzubereiten. Und dabei die Aufmerksamkeitsspanne, die vor dem Hintergrund der vielen Nebengeräusche aus dem Schlosspark möglich war, nicht zu überschreiten.

So legte es gleich zu Beginn mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms los, einem Stück, bei dem auch die, die mit klassischer Musik nicht viel verbinden, mitsummen können. Weniger bekannt war „Unter Donner und Blitz“ des Brahms-Sohnes Johannes, eine gewagte Wahl, denn eben solches wollte natürlich niemand beim Open Air erleben. Zum Glück blieb es trotz dieser Beschwörung trocken.

Walzerklänge von Franz Lehár bildeten einen Schwerpunkt des Programms, der vielleicht etwas groß ausfiel, denn Walzerseligkeit liegt sicher nicht jedem. Eine schöne Überraschung war aber der Part der Sopranistin Johanna Krumin, die als Gast Arien von Lehár interpretierte, am meisten aber bei der wunderbaren Arie „Je suis encor tot etourdie“ aus „Manon“ von Jules Massenet brillierte. Dass sie ihre Lieder nicht nur sang, sondern auch schauspielerisch interpretierte, sorgte für große Lebendigkeit.

Zwei Kompositionen von Richard Wagner sorgten für einen Gegenpol zu Lehár, auch wenn die Ouvertüre zu Rienzi und Isoldes Liebestod aus „Tristan und Isolde“ natürlich auch nahezu Klassik-Gassenhauer sind. So richtig munter wurde das Publikum aber bei zwei Darbietungen, die zu den Spezialitäten des SSO zählen: der Interpretation von Filmmusik.

von Heike Döhn

Mehr lesen sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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