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Marburg „Ein Punkt, an dem wir neu anfangen“
Marburg „Ein Punkt, an dem wir neu anfangen“
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17:59 16.08.2012
Die 65 Mitarbeiter des Hessischen Landestheaters nehmen ihren Intendanten Matthias Faltz in die Mitte. Foto: Michael Arndt
Marburg

Küsschen hier, und Küsschen da - es dauerte schon einige Zeit, bis die 65 Mitarbeiter des Hessischen Landestheaters nach der Sommerpause und der deshalb mehr als verständlichen Wiedersehensfreude endlich Platz nahmen dort, wo sonst das Publikum sitzt.

Aber diesmal saßen sie selbst im Zuschauerrund des Theaters im Schwanhof. Sie lauschten zunächst den Worten von Oberbürgermeister Egon Vaupel, der sich als Stellvertreter von Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach zu erkennen gab, die in Elternzeit weilt. Bis zum 1. November werde er ihre Aufgaben als Kulturdezernent wahrnehmen, „und zwar gerne“. Weiter sagte er zu den Theaterleuten: „Ich bin sehr dankbar, dass wir Sie hier haben.“ Und lud die neuen Ensemblemitglieder zu sich ins Rathaus ein.

Die Neuen: Das sind die beiden Schauspieler Sonka Vogt und Timo Hastenpflug, die allerdings bereits in der vergangenen Spielzeit in Marburg zu sehen waren. Außerdem gibt es zwei neue Maskenbildnerinnen, einen neuen Regieassistenten und einen neuen Dispochef.

Wie Vaupel hob auch Jürgen Bandte, der Vorsitzende des Freundeskreises des Hessischen Landestheaters den sehr guten Ruf hervor, den das Marburger Schauspiel weit über die Grenzen der Stadt hinaus genießt.

Intendant Matthias Faltz bedankte sich beim Ensemble für die engagierte Mitarbeit in den ersten beiden Spielzeiten unter seiner Leitung. „Wir befinden uns nun an einem Punkt, an dem wir neu anfangen“, sagte Faltz. „Der Beginn ist nun abgeschlossen.“ Den Spagat zwischen anspruchsvoller Qualität und Unterhaltung müsse nach wie vor gemeistert werden. „Dabei müssen wir immer im Gespräch bleiben, einander immer offen begegnen“, appellierte Faltz an sein Team. Dann noch schnell das oben zu sehende Gruppenfoto absolviert. Und schon ging‘s an die Proben für die ersten beiden Produktionen: Bertolt Brechts und Kurt Weills „Dreigroschenoper“, die am 31. August in der Stadthalle Premiere feiern wird, und „Aus der Mitte der Gesellschaft - ein Sprachkonzert“, das ab 1. September im Schwanhof gespielt wird.

von Michael Arndt

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