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Marburg Ein Klassiker über Macht und Wissenschaft
Marburg Ein Klassiker über Macht und Wissenschaft
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18:17 29.10.2014
Michael Köckritz (Mitte) spielt den jungen Galilei. In dieser Szene ist er mit Thomas Huth (links) und Tobias M. Walter zu sehen.Foto: Christian Buseck
Marburg

Stephan Suschke, Ex-Intendant des von Bertolt Brecht gegründeten Berliner Ensembles, ist wegen Brecht in Marburg. Und das seit fünf Jahren. Jahr für Jahr inszeniert er einen Brecht. Es gab nur einen „Ausreißer“: Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ 2013 auf dem Marktplatz. Nach „Baal“, „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Fatzer“ kommt „Leben des ­Galilei“ auf die Bühne.

Galileo Galilei (1564 - 1642) war ein Wissenschaftler der italienischen Renaissance. Nachdem er das neue, von Kopernikus entwickelte Weltbild unterstützte, wonach die Erde um die Sonne kreist, machte ihm die Kirche einen Inquisitionsprozess. Galilei widerrief seine Thesen.

Uraufgeführt wurde das 1938/39 von Brecht unter dem Eindruck der ersten Kernspaltung verfasste Stück 1943 in Zürich. Heute gehört die Auseinandersetzung um Macht und Wissenschaft zu den modernen Klassikern des deutschen Theaters. 1946 schrieb Brecht in den USA eine zweite Fassung - diesmal unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Auf diese Fassung greift Suschke nach Auskunft des Landestheaters für seine Inszenierung zurück.

Gespielt wird im Fürstensaal des Landgrafenschlosses, einem historischen Raum, der Macht symbolisiert. Gespannt darf man sein, wie Michael Köckritz den jungen und Jürgen Helmut Keuchel den alten Galilei interpretieren, der von Brecht keineswegs als strahlender Held der Wissenschaft gezeichnet wird. In weiteren Rollen sind Uta Eisold, Ayana Goldstein, Thomas Huth, Annette Müller, Sebastian Muskalla, Alexander Peiler, Roman Pertl und Tobias M. Walter zu sehen.

Die Premiere ist bis auf Restkarten ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind am 4., 5., 18. und 19. November sowie am 5., 6. und 27. Dezember jeweils um 19.30 Uhr im Fürstensaal.

von Uwe Badouin

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