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Ein Klassiker des Monumentalen

Johannes Grützke im Kunstverein Ein Klassiker des Monumentalen

Malerei, Zeichnung und Pastelle von Johannes Grützke zeigt der Marburger Kunstverein bis zum 28. Juni in seinem Ausstellungshaus am Gerhard-Jahn-Platz. Die Ausstellung wird am Freitag, 11. Mai, um 18 Uhr eröffnet.

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„Griechenland mahnt das Abendland, den Giftbecher zu nehmen und auszutrinken“, heißt dieses Bild von Johannes Grützke.

Marburg. Grützke ist ein Klassiker des Monumentalen. „Seine in den Tiefen unserer Welt wurzelnden Werke entsagen einer stilistischen Zuordenbarkeit ­- und lassen Grützke zu einer beständigen Größe der Kunstszene erwachsen“, heißt es in einer Mitteilung des Kunstvereins.

Der 1937 in Berlin geborene Maler ist Mitbegründer der „Schule der neuen Prächtigkeit“, einem 1973 gegründetem lockeren Zusammenschluss von Malern, die „die Wut gegen die übermächtige abstrakte Malerei, die uns aus den Ausstellungen verdrängte“ zusammenbrachte. Das ästhetische Programm der Gruppe, gegenständlich und mit ironischer Brechung passte nicht in jene Zeit. Grützke malt in einem figurativen Stil. Er gilt als hervorragender Porträtist, der seine Modelle aber nicht idealisiert sondern irgendwie ironisch überzeichnet.

„In 100 Jahren wird man kaum unsere zeitgenössische Kunst heranziehen, wenn man Auskunft sucht über unser Leben und Treiben. Das Werk von Johannes Grützke bildet da eine seltene Ausnahme“, schrieb die FAZ über den Maler, dem das Deutsche Kunstarchiv in Nürnberg bis April eine umfassende Ausstellung widmete.

von Uwe Badouin

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