Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Hase traut sich in die Geisterbahn

Marburger Lesefest Ein Hase traut sich in die Geisterbahn

Zur 10. Auflage des Marburger Lesefestes gab es am Samstagnachmittag im KFZ eine kunterbunte „Monstergala“ mit Michael Wolff und Anne Bodenbender. Die zahlreichen kleinen Besucher waren begeistert.

Voriger Artikel
Die Liebe wird zu Grabe getragen
Nächster Artikel
Plädoyer für mehr Implantatregister

So spannend können Bücher sein: Bei der „Monstergala“ am Samstag lauschten die Kinder gebannt den Erzählungen von Michael Wolff und Anne Bodenbender.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach erinnerte bei der Eröffnung der Show mit einem Ausspruch von Astrid Lindgren daran, wie wichtig das Lesen für die Entwicklung der kindlichen Phantasie sei: „Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Fantasie der Menschen.“ Weinbach dankte unter anderem dem Verein Schul-Kultur Marburg-Biedenkopf, der seit vielen Jahren das Marburger Lesefest federführend organisiert.

Wenig später stürmte der Kinderbuchautor und Musiker Michael Wolff auf die Bühne - im Karo-Anzug und mit Glitzerschuhen an den Füßen, wegen der Gala. Während er erzählte, sang und spielte, war hinter ihm als Projektion das Buch zu sehen, um das es gerade ging.

Wolff ist ein begnadeter Geschichtenerzähler mit viel schauspielerischem Talent, dem die Kinder gebannt und atemlos zuhörten. Er erzählte die Geschichte von „Rosi in der Geisterbahn“, einem schüchternen Hasen, der jede Nacht von bösen Monstern träumt. Die nachdenkliche Story dreht sich um kindliche Ängste und deren Bewältigung. „Monster sind ganz schön stark, du bist es auch“, hieß es da an einer Stelle. Hase Rosi fasst sich schließlich ein Herz, besucht die Gespenster in der Geisterbahn und besiegt sie mit allerlei einfachen Tricks. Eines der Ungeheuer wird kurzerhand totgeküsst.

In dem Kinderbuch „Monstermäßig erzogen“ geht es um einen kleinen Monsterknirps, der sich zum Leidwesen seiner Eltern immer gut benimmt: Er isst ordentlich, ohne zu kleckern, macht brav seine Hausaufgaben und räumt sein Zimmer auf. Grässlich, findet Vater Rülps, und beschließt, seinen Sohn endlich richtig zu erziehen. Hier tauchte am Samstag das erste echte Buch auf der Bühne auf, aus dem die Sängerin Anne Bodenbender vorlas. Die Kinder im KFZ hatten ihren Spaß an den witzigen Figuren und freuten sich über die verdrehte Geschichte.

Das Marburger Lesefest dauert noch bis zum 2. Februar und bietet 30 Lesungen in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt und im Kreis. Das komplette Programm liegt in den Marburger Buchhandlungen, im Cineplex und in der Stadtbücherei aus.

Ausführliche Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.marburger-lesefest.de

von Bettina Preussner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg