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Ein Ex-Politiker mit Liebe zur Kultur

Bundesverdienstkreuz für Pätzold Ein Ex-Politiker mit Liebe zur Kultur

Dr. Gerhard Pätzold wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Überreicht wird es am Donnerstag um 16 Uhr im Historischen Rathaussaal von OB Egon Vaupel.

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Dr. Gerhard Pätzold hat vor der Bibliothek des Kunstvereins in der Kunsthalle Platz genommen. Am Donnerstag erhält er das Bundesverdienstkreuz.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. 77 Jahre alt ist Gerhard Pätzold. Man sieht es ihm nicht an.

Er ist nach wie vor unglaublich engagiert: Seit 1998 ist er Vorsitzender des Kunstvereins, die Kunsthalle im Herzen Marburgs ist sein „Kind“. Und er ist stolz darauf: „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir hier tun. Es kann sich im Konzert der 200 deutschen Kunstvereine sehen lassen.“

Das Ausstellungshaus ist ein Prachtstück. Das bestätigen immer wieder die Künstler, deren Arbeiten der Kunstverein präsentiert. „Alle sind von den Räumen begeistert“, sagt Pätzold über die Halle, die nie unumstritten war in Marburg.

Als Pätzold Ende der 1990er Jahre von seinem Vorgänger Dr. Wolfgang Tichy gefragt wurde, ob er sich vorstellen könnte, den Vorsitz des Kunstvereins zu übernehmen, habe er nicht gezögert – schließlich stand der Ruhestand bevor.

Tichy ist damals nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen. Händeringend hatte er einen Nachfolger gesucht, der die zeitraubende Arbeit übernimmt und jemanden, der in der Lage war, den Kunstverein auf die Kunsthalle vorzubereiten. Mit Pätzold fand er die Ideallösung – einen kulturinteressierten Politiker, einen echten Kulturmanager.

Ruhig, selbstbewusst, in vielen politischen Debatten gestählt. „Wenn man Kultur fördern will, muss man immer jemanden finden, der mit Herz und Seele dahintersteht“, sagt Pätzold.

Pätzolds Vita ist vergleichbar mit der vieler Menschen, die im Zweiten Weltkrieg Kinder waren.

von Uwe Badouin

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.

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