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Ein Bomber weniger und es reicht für alle

Der Kulturinfarkt - Reaktionen Ein Bomber weniger und es reicht für alle

Dass "Kulturpolitik die unvermeidlichen Veränderungen gestalten, statt sie zu behindern soll", macht absolut Sinn.

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Marburg. Nicht erst in der Zukunft. Die Verkürzung des Inhaltes auf "Die Hälfte würde auch reichen" ist Unsinn. Wenn man die öffentlichen Zuschüsse für Kultureinrichtungen halbiert, halbiert man auch deren Leistungen. Es wird niemand die durch die Halbierung des Angebots gegebenenfalls frei werdenden Gelder für die mögliche andere Kultur-Aktivitäten zur Verfügung stellen, die von den Autoren des Artikels vorgeschlagen werden.

Darüber hinaus hinkt der Vergleich der Theater- und Konzertangebote mit dem Kunstmarkt. Dieser ist im Gegensatz zu jenen Angeboten auf Eigentumsbildung ausgerichtet und funktioniert deshalb viel eher nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Solche Marktgesichtspunkte der gesamten Kultur überstülpen zu wollen, verkennt deren gesellschaftspolitische Bedeutung. Mein Vorschlag wäre, einen Jagdbomber weniger und es reicht für alle.

Matthias Faltz, Intendant des Hessischen Landestheaters

Marburg.

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