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Marburg Ein Bluesfeuerwerk allererster Güte
Marburg Ein Bluesfeuerwerk allererster Güte
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00:20 14.05.2014
Bei BAP war er der gefeierte Instrumentalist neben Sänger Wolfgang Niedecken. Mit seiner eigenen Band verfolgt Klaus „Major“ Heuser seinen eigenen Sound zwischen Blues, Rock und Country.Foto: Jan Bosch Quelle: Jan Bosch

Alternder Rocker in der Midlife-Crisis? Weit gefehlt! Klaus „Major“ Heuser macht, wofür er bei BAP seinen Hut genommen hat - verdammt gut Gitarre spielen. Mit seiner gleichnamigen Band präsentierte er am Freitagabend den Zuschauern im gut gefüllten Kulturladen KFZ ein Bluesfeuerwerk allererster Güte.

Vom ersten Ton an reißen die Musiker ihr Publikum mit. Erdiger Blues, gefühlvolle Balladen und traditioneller Country, eine Mischung, die fast drei - viel zu kurze - Stunden begeistert.

Heuser ist nah am Publikum

In Thomas Heinen steht dem früheren BAP-Gitarristen eine rauchige Stimme und vielseitige Rhythmusgitarre zur Seite. Die beiden bilden eine Einheit, die für sich schon beeindruckend ist. Heuser weiß, wie man einen Song arrangiert und Heinen, wie man ihn optimal zur Geltung bringt.

Komplettiert durch Mathias Krauss (Keyboard, Gitarre), Sascha Delbrouck (Bass) und Marcus Rieck (Drums), allesamt exzellente und handverlesene Profi-Musiker, schafft die Band einen Sound, der unter die Haut geht. Sie teilen die Leidenschaft für die Musik und das kommt auch bei den Zuschauern an. Begeistert feiern sie jeden der fein arrangierten Songs mit Jubel und großem Applaus.

Heuser ist auch nach über dreißig Jahren Bühne immer noch nah am Publikum. Mit kurzweiligen Ansagen und lustigen Anekdötchen im typisch rheinländischen Akzent, erklärt er den Hintergrund verschiedener Stücke, die allesamt eigene Kompositionen sind.

Ehrliche, handgemachte Musik

Die Combo zelebriert regelrecht sämtliche Facetten zwischen Country und Blues-Rock, von staubtrocken bis gefühlvoll ist alles dabei - außer „Mainstream“. Ist jedes Stück in seiner Gesamtheit schon ein Highlight, setzen die Musiker mit den Soli noch einen drauf.

Die virtuose Hammond-Orgel von Krauss erzeugt begeisterte Zwischenrufe. Wenn Heuser selbst, den Lederhut tief ins Gesicht gezogen, minutenlang glasklare Tonfolgen auf seiner Fender zelebriert, weiß man, warum man heute hier ist - um ehrliche und handgemachte Musik zu hören.

von Jan Bosch