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Marburg Dvoráks "Stabat mater" in der Elisabethkirche
Marburg Dvoráks "Stabat mater" in der Elisabethkirche
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17:45 22.03.2012
Kantor Nils Kuppe studiert Dvoráks „Stabat mater“ mit seiner Kantorei und dem Oberstufenchor der Waldorfschule ein.Privatfoto Quelle: Bernhard Dietrich
marburg

1877 vollendete der böhmische Komponist Antonin Dvorak seine Vertonung des mittelalterlichen Gedichtes "Stabat mater". Die Entstehung des ergreifenden Werkes war von mehreren Schicksalsschlägen in Dvoráks Leben überschattet: Am 19. Dezember 1875 starb seine Tochter Josefa zwei Tage nach der Geburt. Im August 1877 starben innerhalb weniger Tage seine elf Monate alte Tochter Ružena an einer Vergiftung und sein dreijähriger Sohn Otakar an Pocken und ließen Dvorák wie seine Frau kinderlos zurück.

In der Trauer um seine Kinder nahm Dvorák die Arbeit am Stabat Mater, das die Gottesmutter Maria in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Christus besingt, wieder auf.

Bezirkskantor Nils Kuppe führt das Meisterwerk mit großem Aufwand ein: Mehr als 200 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker wirken an der Aufführung mit. Neben der großen Kantorei der Elisabethkirche singt der Oberstufenchor der Waldorfschule, wo Kuppe derzeit als Vertretungsmusiklehrer wirkt.

Als Solisten wirken Kerstin Bruns (Sopran), Schirin Partowi (Alt), Johannes An (Tenor) sowie Ulrich Burdack (Bass) mit.

Begleitet werden die Chöre und Solisten vom Staatssinfonieorchester Kaliningrad/Königsberg unter der Leitung von Nils Kuppe.

Das Stabat Mater gehört zu Antonín Dvoráks Frühwerk und entstand über einen Zeitraum von fast zwei Jahren in der Zeit vom Mai 1876 bis zum November 1877. Es besteht aus 10 Sätzen, davon ist der Chor in sieben beteiligt.

n Karten gibt es in der Küsterstube der Elisabethkirche.