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Marburg Die hohe Kunst der Leichtigkeit
Marburg Die hohe Kunst der Leichtigkeit
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20:40 16.05.2011
Hochkonzentriert sang der Marburger Bachchor in der Pfarrkirche Gioacchino Rossinis „Petite Messe Solennelle“. Quelle: Helmut Rottmann

Marburg. Stürmischer Applaus prasselte am Ende minutenlang auf den Marburger Bachchor, die beiden Instrumentalisten, die vier Vokalsolisten und Chorleiter Nicolo Sokoli nieder. Der Beifall schwoll immer wieder – insbesondere für den Bachchor mit seinem Dirigenten – orkanartig an. Er ebbte erst ab, als die rund 40 Sängerinnen und Sänger abtraten und durch das Gotteshaus auszogen.

Der Chor, die vier Vokalsolisten und zwei Instrumentalisten unter der souveränen Leitung von Nicolo Sokoli hatten sich von Anfang an von ihren besten Seiten gezeigt: Vom Soli bis zum Quartett harmonierten sie in wechselndem Zusammenspiel prächtig mit dem Bachchor. Der gestaltete das „Gloria“ kraftvoll, mit stimmlichem Glanz und seltener Leichtigkeit des Ensembleklangs im Forte.

Viele Chöre beherrschen die hohe Kunst des Leisesingens, vernachlässigen aber oft das unangestrengte Lautsingen. Der Marburger Bachchor unter Nicolo Sokoli ist einer der wenigen Chöre, die beides beherrschen: Ausgewogenheit und Transparenz des Chorklangs in beglückender Reinheit und Leichtigkeit sowohl im Piano als auch im Forte.

Die Überraschung des Abends war die Akkordeonistin Claudia Hornbach, die den Part des zweiten Klaviers oder des Harmoniums übernahm. Sie begeisterte mit virtuosem Spiel und mit geschickter Registerwahl.

Mario Seidel, Präsident des Lions Clubs, sagte, der Club unterstütze mit dem Konzert den Freundeskreis des Botanischen Gartens der Philipps-Universität Marburg.

Seidel erklärte im Gespräch mit der Oberhessischen Presse, dass der Lions Club Marburg versuchen wolle, jedes Jahr ein Konzert mit wechselnden Chören oder Orchestern für unterschiedliches Sozialsponsoring zu veranstalten.

von Helmut Rottmann

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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