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Marburg Die dunkle Seite des Politikgeschäfts
Marburg Die dunkle Seite des Politikgeschäfts
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20:06 21.12.2011
Der liberale Gouverneur Morris (George Clooney) will Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden. Gekämpft wird mit harten Bandagen. Quelle: Tobis Film

Marburg. Seit dem Mord an Julius Cäsar sind die Iden des März zum Synonym geworden für politische Intrigen und Machtspiele, die tödlich enden können. Das dachte sich auch George Clooney, dessen neuer Film „The Ides of March – Tage des Verrats“ dem Drama, das sich vor mehr als 2050 Jahren im antiken Rom abgespielt haben muss, kaum in etwas nachsteht.

Clooney führte nicht nur Regie, er hat den Film auch mitproduziert, das Drehbuch mitgeschrieben – und er ist der wichtigste Nebendarsteller. Gleich vier Golden Globe-Nominierungen gab es dafür, darunter die Kategorien „Bester Film – Drama“ und „Bester Regisseur“.

Im Fokus des Films stehen der Gouverneur Mike Morris (Clooney) und sein Pressesprecher Stephen Meyers (Gosling). Meyers ist voller politischer Ideale und will Morris helfen, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden. Doch dazu muss Morris erst einmal die Vorwahl in Ohio gewinnen.

Der Film spielt im März, in den letzten Tagen vor dieser Wahl und zeigt, wie der überaus talentierte Anfänger in den Wirbelsturm eines Skandals gerät, der ihn zu überrollen droht. Plötzlich muss Meyers sich fragen, wie loyal und fair derjenige sein kann, der im Politikgeschäft Erfolg haben will.

Mit „The Ides of March“ beleuchtet ein Film einmal mehr die dunkle Seite der Politik. Das scheint einem Leitsatz zu folgen: Du darfst alles tun in der Politik. Du darfst betrügen und lügen – so lange du nicht mit der Praktikantin ins Bett gehst.

von Britta Schultejans

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