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Die böse Hexe kichert musikalisch

Konzert mit Willi Weitzel Die böse Hexe kichert musikalisch

Klassische Musik kindgerecht verpackt gab es am Sonntag zweimal in der Stadthalle: Willi Weitzel und das Studenten-Sinfonieorchester präsentierten „Hänsel und Gretel“ mit der Musik von Engelbert Humperdinck.

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Mit Inbrunst erzählte Willi Weitzel das Grimmsche Märchen von Hänsel und Gretel und wies dabei darauf hin, dass er ja denselben Namen trägt wie „Willi“ Grimm, der Bruder von Jakob Grimm. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Willi Weitzel ist bei Kindern ein Star, bekannt geworden durch seine Sendung „Willi wills wissen“.Ihm folgen sie bereitwillig auch in das Reich der klassischen Musik - allzu schwer hatte er es dabei aber nicht, denn das Marburger Studenten-Sinfonieorchester (SSO) begleitete ihn kongenial. Elisa Fenner stand ihm als Sängerin (und als Gretel) musikalisch zur Seite.

Willi Weitzel gab am Sonntag zwei Konzerte mit dem Studenten Symphonieorchester Marburg in der Stadthalle Marburg.

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Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel ist wohl die bekannteste Oper für Kinder, Lieder wie „Brüderchen, komm tanz mit mir“ sind wahre Gassenhauer geworden. In der Stadthalle gab es am Sonntagnachmittag gleich zwei Vorstellungen, die die schönsten Melodien der Oper mit der Willi-typischen Vortragsweise des Märchens verbanden.

Willi begegnet den Kindern auf Augenhöhe

Der aus Stadtallendorf stammende Fernsehstar hatte bereits vor zwei Jahren „Peter und der Wolf“ mit dem SSO beim Hessentag in Stadtallendorf aufgeführt. Und auch diesmal zeigte sich, dass die sympathisch-naive Art des Kinder-Reporters und der unkonventionelle und frische Stil des Orchesters unter der Leitung von Ulrich Metzger prima zusammenpassen.

Willi Weitzel erzählte und spielte das bekannte Märchen in der für die Oper etwas veränderten Fassung und schlüpfte zugleich in die Rolle des Hänsel. Dabei kam ihm zugute, was auch seine bisherige Karriere beflügelt hat: Weitzel muss sich offenkundig nicht bemühen, mit den Kindern auf Augenhöhe zu sein. Mit seinem staunenden Blick, seiner unverkrampften Art und seiner trotz seiner 40 Lenze jungenhaften Art wirkt er selbst noch kindlich und nie bemüht.

Entsprechend problemlos hielt er den Spannungsbogen, und auch die gut ausgewählten Musikstücke kamen bei den Kindern bestens an. Elisa Fenner interpretierte Klassiker wie „Ein Männleins steht im Walde“ und schlüpfte voll Charme in die Rolle der Gretel - die Hexe hingegen gab keckernd ein Mitglied des SSO, das dafür viel Sonderapplaus bekam.

Kompakt, charmant und musikalisch anspruchsvoll war diese Aufführung eine schöne Möglichkeit, Kinder „hineinschmecken“ zu lassen in Musik jenseits der gängigen Kinderlieder. Die Kleinen gingen begeistert mit und hatten ihren Spaß, als Ulrich Metzger am Schluss sogar entfesselt mit dem Hexenbesen dirigierte. Und nach dem Konzert durften die Kinder sogar noch die Instrumente von nahem besehen oder ausprobieren, während Willi seinen kleinen und großen Fans bereitwillig Autogramme gab.

von Heike Döhn

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