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„Die Welt ist nicht durchsichtig“

Spielzeit 2011/12 am Stadttheater Gießen „Die Welt ist nicht durchsichtig“

Sehr erfolgreich ist derzeit das Stadttheater Gießen. Im Vergleich zum Vorjahr zählt das Drei-Sparten-Haus bis Ende März 87320 Besucher, 8000 Besucher mehr als im Vorjahr.

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Präsentierten den neuen Spielplan gemeinsam (von links): Chordirektor Jan Hoffmann, Operndirektor Dieter Senft, Abdul-M. Kunze, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, Generalmusikdirektor Michael Hofstetter, Schauspieldirektor Matthias Schubert, Ballettdi

Gießen. „Die Welt ist nicht durchsichtig“ lautet das Motto der Spielzeit 2012/13 am Stadttheater, deren Programm Intendantin Cathérine Miville zusammen mit dem Leitungsteam am Freitagmittag vorstellte.

Neben Klassikern wie „Othello“ oder Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ steht diesmal auch wieder Brandneues wie Yasmina Rezas Schauspiel „Ihre Version des Spiels“, das im Oktober Uraufführung am Deutschen Theater in Berlin hat, auf dem Spielplan.

Doch bevor das Neue in den Blickpunkt rückte, nutzte Miville am Freitag zunächst die Gelegenheit, auf die aktuell noch laufende Spielzeit zu blicken. Die Intendantin zog ein insgesamt positives Fazit der Saison, die homogen in allen Sparten und auf beiden Bühnen erfolgreich verlaufe.

Unter anderem die Tanztheaterproduktion „Macbeth“ habe neue Publikumskreise für das Theater erschlossen. 2500 Schüler hätten die Produktion „Prinz Friedrich von Homburg“ besucht, und mit insgesamt 87320 Besuchern - Stand Ende März - verzeichne das Stadttheater einen Besucheranstieg von 8000 Gästen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zum Abschluss ihrer Ausführungen stellte Miville zudem noch einmal den neuen Generalmusikdirektor Michael Hofstetter vor. Zusammen mit Schauspieldirektor Matthias Schubert, dem Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Abdul-M. Kunze, Operndirektor Dieter Senft, Chordirektor Jan Hoffmann und Ballettdirektor Tarek Assam präsentierte er das Programm im Anschluss.

Auf der Schauspielbühne im Großen Haus geht es am 1. September mit Karoline Behrens Inszenierung von William Shakespeares „Othello“ los. Das Stück greife das Spielzeitmotto - eine Art Hinweis auf die Folgen des Verlustes von Geheimnis und Vertrauen in einer absolut transparenten Welt - auf und zeige, dass Transparenz nicht unbedingt helfe, sagte Schubert.

Weiter geht‘s am 13. Oktober mit Rezas Schauspiel, und am 12. Januar steht Peter Weiss‘ Zweiakter „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn De Sade“ an.

Das sind nur einige Höhepunkte des Schauspielplans, der weitere Produktionen auch im Theater im Löbershof (TiL) vorsieht und für den 8. Juni 2013 einen besonderen Höhepunkt zum Büchner-Jahr ankündigt: Dann zeigt Thomas Goritzki sein „Das Büchner Projekt“. Was genau sich dahinter verbirgt, wurde noch nicht verraten.

Musikalisch sind auch 2012/13 unter anderem wieder zehn Sinfoniekonzerte vorgesehen. Auf dem Spielplan des Musiktheaters steht neben der „Freischütz“-Premiere am 15. September ein weiteres klassisches Stück mit Georg Friedrich Händels Oper „Agrippina“ an. Premiere ist am 23. März.

Ein weiteres Schmankerl: Nach „Lo Schiavo“ gibt es ab dem 2. Februar mit „Fosca“ erneut eine Oper von Antonio Carlos Gomes zu sehen.

Im Bereich Tanztheater setzen Assam und David Williams ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Diesmal gibt es allerdings keine Shakespeare-Adaption sondern das Tanzstück „Hemingways Party“ - Premiere ist am 16. Februar.

Das Kinder- und Jugendtheater wartet unter anderem ab dem 22. November mit dem Familienstück „Peer und Gynt“ von Paul Maar und Christian Schidlowsky auf.

Kurzum: Theaterfreunde erwartet ein vielseitiger Spielplan. Das gesamte Programm ist ab sofort beispielsweise im Stadttheater erhältlich.

Mehr Infos im Internet: www.stadttheater-giessen.de

von Stephan Scholz

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