Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Die Stimme eines Anti-Helden

Starke Lesung Die Stimme eines Anti-Helden

„Sie lesen?“ Diese Frage muss sich Martin Semmelrogge häufig anhören. Ja, er liest. Und das sogar laut. Am Dienstag stellte er sein Talent in der Waggonhalle unter Beweis: Er las aus dem Georg-Meier-Roman „Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona“.

Voriger Artikel
Aufgang zum Michelchen wird saniert
Nächster Artikel
Klinik Sonnenblick soll Neubau erhalten

Mit Strubbelfrisur und Lesefreude im Blick begeistert Martin Semmelrogge bei der Lesung in der Waggonhalle. Seine charakteristische Stimme setzt der Schausspieler dabei überraschend vielfältig ein.

Quelle: Marie Lisa Schulz

Marburg. Irgendwie wird er unterschätzt, dieser Martin Semmelrogge. Dieser Schauspieler mit der verlebten Stimme, den Strubbelhaaren und der schmächtigen Statur. Keiner, den man auf Anhieb mit Literatur in Verbindung bringen würde. Niemand, von dem man erwartet, dass er bei einer Lesung die Zuhörer tief beeindrucken kann. So tief sogar, dass sie erst das Klatschen vergessen und stattdessen nur starren. Sie starren auf die Dose mit dem Energie-Drink, zu der der Schauspieler regelmäßig greift, um seine raue Stimme zu ölen, starren auf die Struwwelpeter-Haare, die in gewollter Unordnung vom Kopf abstehen, starren in das Gesicht des Vorlesers, das vor allem eines zeigt: pure Lesefreude.

von Marie Lisa Schulz

Den Artikel in voller Länge lesen Sie am Donnerstag in unserer gedruckten Ausgabe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel