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Die Leichtigkeit des Tons und Klangs

Konzert am Marburger Schloss Die Leichtigkeit des Tons und Klangs

Das Schlosskonzert war genau richtig für die 150 Kenner und Genießer von Bläsermusik. Sie ließen sich im Fürstensaal des Marburger Landgrafenschlosses von den fünf jungen Arirang-Künstlern mit auf eine amüsante Reise durch Musikstile des letzten Jahrhunderts nehmen.

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Das Bläserquintett Arirang begeisterte die Zuhörer beim vierten Schlosskonzert.

Quelle: Helmut Rottmann

Marburg. Ein Auftakt nach Maß waren Iberts „Trois Pièces brèves“ mit einem munter-frischen Allegro. Im mittleren Andante gestalteten Flöte und Klarinette mit den übrigen drei Musikern einen bezaubernden Dialog. Der Schlusssatz gab neben der Klarinette allen anderen Instrumentalisten reichlich Gelegenheit, musikantisch zu glänzen.

Schon jetzt war klar, was das Bläserquintett Arirang auszeichnet: Virtuosität und Musizierfreude. Sakura Kindynis musizierte mit zartem Flötenton voller Charme. Jörg Schneider blies die Oboe feinfühlig. Steffen Dillners Klarinette klang selbst in den Höhen weich. Hornist Sebastian Schindler überzeugte mit geschmeidigem Ton. Monika Schneiders Fagottspiel strahlte Wärme und Leichtigkeit aus.

Hinzu kam beim Quintett die Kunst, mit der Akustik des Raums zu musizieren. Das gelang einerseits mit der Positionierung vor der Thron-Nische der Nordseite, so dass sich die Töne – bis gelegentlich auf das Horn – nicht wirklich aufblähen konnten. Zum anderen dadurch, dass die fünf Musiker in ihr eigenes Spiel und das der Ensemblemitglieder hineinhörten, um es mit der gerade für zarte Bläser exzellenten Akustik des Fürstensaals abzustimmen. Nur punktuell klang das eine oder andere Instrument zu spitz, zu hart oder zu dominant. Kleinere Unebenheiten glätteten die Musiker geschickt.

Durch den stürmischen Beifall und das rhythmische Klatschen des Publikums ließ sich das Bläserquintett zwei Zugaben entlocken: Aus Denes Agags „Five easy dances“ eine Sekunden-Polka und einen Mini-Walzer.

von Helmut Rottmann

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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