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Die Kunst, (wieder) lieben zu lernen

Neu im Kino: Wie beim ersten Mal Die Kunst, (wieder) lieben zu lernen

Filme über den zweiten Frühling sind inzwischen auch in Hollywood keine Seltenheit mehr. In „Wie beim ersten Mal“ aber sind es keine Wildfremden, die sich ineinander verlieben, sondern ein Ehepaar, das schon seit 30 Jahren verheiratet ist.

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Kay (Meryl Streep) will sich nicht damit abfinden, dass sich ihre Ehe mit Arnold (Tommy Lee Jones) anfühlt wie eingeschlafene Füße. Doch kann eine Therapie wirklich helfen?Foto: dpa

Quelle: Wild Bunch Germany

Marburg. Kay und Arnold sind seit mehr als 30 Jahren verheiratet. Wie das eben so ist, hat sich eine feste Routine eingeschlichen - Überraschungen und Leidenschaft Fehlanzeige. Zum Hochzeitstag schenken sie sich „gemeinsam“ ein Pay-TV-Abo. Denn schließlich sind 31 Jahre ja nichts wirklich Besonderes. Und seitdem Arnold ein Rückenleiden hat, schlafen die Zwei sogar in getrennten Zimmern.

Arnold (Tommy Lee Jones) scheint das zu gefallen. Jeden Morgen macht Kay (Meryl Streep) ihm das Frühstück, in seinem Steuerberater-Büro regt er sich über seine Kunden auf und abends weckt ihn seine Frau, wenn er bei seiner Golfsendung eingeschlafen ist. Für ihn gibt es keinen Grund, etwas an diesem bequemen Nebeneinander ändern zu wollen. Doch da hat er seine Rechnung ohne Kay gemacht. Denn die kann das so nicht hinnehmen. Hinter seinem Rücken meldet sie sich und ihren Mann für die Paartherapie von Dr. Bernard Feld (Steve Carell) an. Und so findet sich Arnold auf dem Sofa des Therapeuten wieder. Er wird gezwungen, über seine Gefühle zu reden und - noch schlimmer - über Sex. Den letzten gab es für die beiden vor mehreren Jahren.

Wie die beiden versuchen, die Leidenschaft wieder aufflammen zu lassen, ist lustig, rührend und zauberhaft - wenn auch etwas vorhersehbar. Dabei ist das Zusammenspiel zwischen Jones und der wie immer herausragenden Streep natürlich ein Selbstläufer.

Es ist nun schon fast 20 Jahre her, dass Meryl Streep ein kleines Tabu brach und in „Die Brücken am Fluss“ mit Clint Eastwood ein Liebespaar spielte, das alles war - nur eben keine 20 mehr. Seitdem hat es viele dieser Filme über den zweiten Frühling gegeben, Streep selbst spielte in „Wenn Liebe so einfach wäre“ eine Frau, die eine Affäre mit ihrem Ex-Mann beginnt und sich - fast gleichzeitig - neu in einen anderen Mann verliebt. Der neue Film von Regisseur David Frankel fügt dieser Reihe nun eine interessante und unterhaltsame Variante hinzu.

Der Film läuft ab heute im Capitol-Center.

von Britta Schultejans

Stimmen der Zuscheur der OP-Sektmatinne

„Streep und Jones – zwei grandiose Schauspieler in perfekten Rollen.“

Susanne Weiershäuser aus Lahntal

„Zeigt lustig und nachdenklich, wie der Alltag eine Beziehung verändern kann.“

Kerstin Preis aus Marburg

„Vielleicht etwas `amerikanisch´, trotzdem aber viele Facetten zum Thema.“

Dieter Behling aus Lahntal

„Ein sensibles Thema durch großartige Schauspieler glaubhaft umgesetzt.“

Emilie Wasinski aus Marburg

„Vieles kommt einem `alten´ Ehepaar sehr bekannt vor. Sehr, sehr gut!“

Emilie Wasinski aus Marburg

„Besser als jede Paartherapie, sehr witzig und doch sehr emotional.“

Ellen Geske aus Marburg

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