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Die Elisabethkirche im Strahlenkranz

Fotografien von Gerhard Dippel Die Elisabethkirche im Strahlenkranz

Auf den ersten Blick wirken sie wie stimmungsvolle Gemälde: Die Fotografien von Gerhard Dippel zeigen Marburg-Motive in ganz neuem Licht.

Marburg. Die mächtige Elisabethkirche strahlt, eine enge Gasse in der Oberstadt leuchtet: Mit seinen künstlerischen Fotografien schafft Gerhard Dippel faszinierende Welten zwischen Traum und Wirklichkeit. Seine Bilder verzaubern den Betrachter, denn sie werfen einen ganz besonderen Blick auf scheinbar Altbekanntes.

„Ich verlasse in meinen Fotografien immer mehr das direkt Gegenständliche und möchte den gefühlvollen Hintergrund herausbringen“, erklärte der Künstler bei der Vernissage am Freitagabend. Er betreibe malende Fotografie, so Dippel weiter, es gehe um die „Emotion der Farben“. Seine Fotos entstehen durch Mehrfachbelichtungen. Die meisten Motive fotografiert er zweimal und führt die Bilder in der Kamera zusammen. Manchmal bewegt er die Kamera während der Belichtung und erreicht so spezielle Verfremdungseffekte. Die fertigen Bilder zieht er dann auf Leinwand auf.

So entstehen magische Fotografien von emotionaler Kraft: „Romantik“ heißt eine seiner Arbeiten, auf der ein verspielter Balkon vor einem alten Haus zu sehen ist. Oder „Ansicht einer Stadt“, ein doppelt belichtetes Bild, auf dem sich Fachwerkhäuser in der Fassade der Elisabethkirche zu spiegeln scheinen.

„Ich fotografiere schon lange“, erzählt Gerhard Dippel. „Künstlerische Fotos mache ich aber erst seit zwei Jahren.“ Dippel wurde 1939 geboren und ist von Beruf Arzt. Für das nächste Jahr plant er eine Ausstellung mit Porträts.

Die Schau in der Galeria Bruno P. (Brüder-Grimm-Stube) dauert noch bis zum 30. Juni und ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, in der Nacht der Kunst am 22. Juni bis um 24 Uhr. (Markt 23).

von Bettina Preussner

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