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Die Bilder aus den Köpfen holen

Ausstellung Die Bilder aus den Köpfen holen

In ihren Kursen sind die Künstler, die an der Marburger Sommerakademie lehren, in erster Linie eben Lehrer. Der Kunstverein zeigt sie nun, wie sie sich in ihren Werken darstellen.

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Von Emö Simonyi stammt das Gemälde mit den scheinbar fallenden Körpern. Annegret Maria Korn schuf die Frauenfigur aus Ton – als Dozentin unterrichtet sie Porträtzeichnen. Foto: Heike Döhn

Marburg. „Bilderfinden“ heißt die Ausstellung, die der Fachdienst Kultur der Stadt und der Kunstverein gemeinsam organisieren. Der Doppelsinn ist gewollt, geht es doch bei der Sommerakademie seit 35 Jahren sowohl um das Finden der Bilder, die in einem stecken, als auch um das Erfinden von Bildern.

Die Bilder und Skulpturen, die die 14 Leiter der Kurse für Bildende Kunst aus sich heraus geholt haben, sind ab heute im Kunstverein zu sehen. „Genau 100 Kursleiter hat die Sommerakademie bisher gehabt“ sagt Karin Stichnothe-Botschafter, die zum Akademie-Team des Fachdienstes Kultur gehört. Das wären natürlich viel zu viele gewesen, um eine Ausstellung mit ihnen zu gestalten. Deshalb stellt der Kunstverein genau die vor, die derzeit aktiv sind, sieben Männer und sieben Frauen aus Deutschland, Dänemark, Ungarn und der Schweiz.

Auch Arbeiten des ersten Kursleiters sind zu sehen

Passend zu deren Arbeiten ist auch das „Bild des Monats“ gewählt - es stammt von Michael Matthias Prechtl, dem allerersten Künstlerischen Leiter der Akademie 1977, der später eine außerordentlich großen Bekanntheitsgrad erreichte. Neben den Werke der aktuellen Kursleiter sind außerdem Arbeiten von Manfred Fischer zu sehen, der auch Leiter der Akademie war - ebenso wie der ebenfalls ausstellende Robert Schmitt-Matt, der vor der derzeitigen Künstlerischen Leiterin Tina Stolt die Akademie leitete. Auch Stolt, die Kuratorin der Ausstellung ist, stellt einige Arbeiten vor.

So vielfältig wie das Kursangebot der Sommerakademie ist auch die Ausstellung: Malerei und Druckgrafik, Skulpturen, Installationen und Objekte sind zu sehen. Beispielsweise die großformatigen Gemälde von Menschen in eigentümlichen Körperhaltungen von Emö Simonyi, die ineinandergeschachtelten Steinskulpturen von Robert Schmitt-Matt, die Figuren aus gebranntem Ton von Annegret Maria Kon, die unglaublich detailgenauen Linolschnitte von Philipp Hennevogel oder die beleuchtete Kunststofffigur von Lilian Hasler.

Nicht vertreten in der Ausstellung sind naturgemäß die Leiter der Kurse in Darstellender Kunst, aber immerhin gibt es am Dienstag, 24. Juli, eine Tanzperformance unter dem Titel „LAC“ im Kunstverein. Gezeigt wird sie von zwei Tänzern der Gruppe „PLAY“, choreographiert hat sie Dozentin Maya Brosch. „LAC“ lehnt sich an Tschaikowskis „Schwanensee“ an und beginnt um 19.30 Uhr.

Die Ausstellung „Bilderfinden“ wird heute um 19 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung spricht Tina Stolt. Im Anschluss an die Vernissage gibt es ab 21 Uhr eine Party im KFZ unter dem Motto „Original & Fälschung“. Dabei werden Originale und Coverversionen von großen Hits gespielt und den Besuchern bleibt es überlassen, herauszufinden, was besser ist - der Originalsong oder die Nachahmer.

Am Freitag, 20. Juli, öffnen die Kurse der Sommerakademie ihre Türen für Neugierige. Von 13 bis 17 Uhr kann man im Gymnasium Philippinum, der Elisabethschule und in der Turnhalle der Pestalozzischule eine kleine Werkschau erleben.

Von Heike Döhn

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