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Die Ära Dennewitz geht zu Ende

Hessiches Landestheater Die Ära Dennewitz geht zu Ende

Am Samstag zeichnete Oberbürgermeister Egon Vaupel den scheidenden Intendant des Hessischen Landestheaters Marburg, Ekkehard Dennewitz, mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Marburg aus.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel heftet Ekkehard Dennewitz die Goldene Ehrennadel der Stadt Marburg an

Quelle: Christine Krauskopf

Marburg. Dennewitz prägte 19 Jahre lang das Theatergeschehen in Marburg. 1,5 Millionen Besucher kamen in dieser Ära zu den Vorstellungen der fast 300 Produktionen. Wenn Zuschauer eine Menschenkette bilden würden, würde sie bis nach Casablanca reichen, sagt Egon Vaupel und lobte Dennewitz‘ überragende Kommunikationsfähigkeit. Fünfmal holte er als Intendant die Hessischen Theatertage nach Marburg.

Ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk präsentierten Marburgs Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach und Albert Zetzsche, Mitarbeiter des Hessischen Kultusministeriums in Wiesbaden und Aufsichtsratsmitglied des Landestheaters: Kerstin Weinbach setzte sich ans „Strom-Klavier“ und begleitete Zetzsche, der den vielen Gästen die Dennewitz-Hymne „Was sind wir ohne dich“ mit seiner schönen Stimme vortrug.

Dennewitz geht in den Ruhestand. Hinter ihm liegen nicht nur 19 Jahre in Marburg, sondern ein Berufsleben, das, wenn er nicht mit 14 Jahren aufgehört hätte zu wachsen, wohl ganz anders verlaufen wäre. Doch so wurde nichts aus seiner angestrebten Laufbahn als olympischer Zehnkämpfer, erzählt er im Gespräch mit der OP.

Groß genug für einen Theatermacher ist er allemal geworden. Die Leidenschaft für die Bühne verdankt er einem seiner Deutsch- und Kunstlehrer an der Leipziger Sportschule. Der schleppte seine Schüler – auch die Wasserballer und Leichtathleten – in alle möglichen Aufführungen nach Berlin. Dennewitz ist nicht der einzige seines Jahrgangs, der ins Theaterfach wechselte. Der spätere Journalist Ruprecht Eser und Wolfgang Pampel, die deutsche Synchronstimme von Harrison Ford und J.R. Ewing, gehörten zum Jahrgang. Andere wurden Dramaturg und Bühnenbildner.

von Christine Krauskopf

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

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