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Marburg Die Achtziger kommen mit „Footloose“ zurück
Marburg Die Achtziger kommen mit „Footloose“ zurück
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20:43 19.10.2011
Das Tanzverbot bleibt auch in der Neuauflage von „Footloose“ natürlich nicht bestehen. Quelle: Paramount

Marburg. Unterstützt wird der Regisseur dabei von alteingesessenen Hollywoodmimen wie Dennis Quaid und Andie MacDowell. Vor allem aber überzeugen die Newcomer und Hauptdarsteller Kenny Wormald und Julianne Hough.
Tanzende Füße in Großaufnahme, so beginnt die Neuauflage des Dance-Klassikers. So wie schon das Original von 1984. Und auch wenn Ren McCormack (Kenny Wormald) kaum an den verwuschelten Kevin Bacon von damals erinnert, so darf er doch den gleichen VW-Käfer fahren.

Aus Boston hat es den Teenager ins kleine Bomont verschlagen – eine gottesfürchtige Gemeinde mit nicht einmal 20.000 Einwohnern. Und wenn er auch fremdelt mit den Sitten und Gewohnheiten der Provinz, so findet er doch schnell Anschluss: Ausgerechnet zur Tochter (Julianne Hough) des strengen Reverend (Dennis Quaid) fühlt er sich hingezogen. Mit einer Sache allerdings mag sich der Heißsporn nicht abfinden: In Bomont herrscht ein Tanzverbot für alle Minderjährigen. Doch Tanzen ist ihm ein viel zu wichtiges Ventil, als dass er sich einfach dem Verbot fügen könnte. Und so macht sich Ren daran, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Gesetz zu kämpfen.

Die Chemie stimmt zwischen den jungen Protagonisten. Wobei es nicht schadet, dass Ren mal an den jungen Johnny Depp, mal an James Dean und Ariel etwas an Jennifer Aniston erinnert. Von einer Modernisierung des Stoffes kann indes kaum die Rede sein. Dafür kommt „Footloose 2011“ einfach zu konservativ daher. Gerade das aber spricht für den Film: kein Schnickschnack in 3D, keine Anbiederung an Trends, kaum aktuelle Hits. Stattdessen Country und Square Dance und drei Jahrzehnte alter Heavy Metal. Ob man damit Kids ins Kino wird locken können, ist fraglich. Sympathisch aber ist die Hommage ans Original allemal.

Footloose läuft ab Donnerstag im Cineplex. Neu im Kino sind auch „Die Haut, in der ich wohne“ von Pedro Almodóvar, die Doku „Perry Rhodan“ über den galaktischen Heftchen-Helden und der Dokumentarfilm „Ballets Russes“ über die legendäre Ballett-Truppe, alle im Filmkunsttheater am Steinweg.

von Matthias von Viereck