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Marburg Deutscher Buchmarkt weiter im Umbruch
Marburg Deutscher Buchmarkt weiter im Umbruch
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16:17 08.10.2015
Das Wachstum bei den E-Books stagniert. Quelle: Arne Dedert

Aber es gibt Hoffnung für die klassischen Buchhändler. Zugleich ist der Hype ums E-Book erstmal vorbei. So sieht es vor der weltweiten Leitmesse in Frankfurt auf dem deutschen Buchmarkt aus. Dieser gilt nach den USA als zweitgrößter der Welt.

  • Der Umsatz ist 2014 um mehr als zwei Prozent auf 9,32 Milliarden Euro geschrumpft. Die Branche machte dafür fehlende Mega-Seller wie „Fifty Shades of Grey“ verantwortlich.
  • Der schon totgesagte klassische Buchhandel (noch knapp 50 Prozent des gesamten Umsatzes) erlebt ein kleines Comeback. Die Sortimenter mussten 2014 zwar auch mit einem Erlösrückgang leben. Doch beim erfolgsverwöhnten Internet-Handel war das Minus noch größer. Übers Internet wird inzwischen rund jedes sechste Buch verkauft.
  • Es gibt noch etwa 6000 Buchhandlungen bundesweit – deren Zahl schrumpft weiter, und die Großen dominieren. Auf zehn Prozent entfallen etwa zwei Drittel der Umsätze. Die meisten Buchläden gibt es pro Einwohner in Heidelberg, Göttingen und Kiel.
  • Elektronische Bücher finden im Publikumsmarkt in Deutschland immer mehr Käufer – im ersten Halbjahr 2015 betrug der Anteil am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) 5,6 Prozent. Dennoch ist dies weiter bescheiden. Auch die Wachstumsdynamik stagniert.
  • Leser sind zu fast 60 Prozent Frauen. Dies gilt für gedruckte Bücher wie digitale Bücher. Überraschenderweise ist unter E-Book-Käufern der Anteil der jungen Leute von 20 bis 39 Jahren rückläufig. Diese Gruppe habe kein Geld für spezielle Lesegeräte, erklärt sich das die Buchbranche.
  • Vorne steht unangefochten die erzählende Literatur (Belletristik) mit Romanen und Krimis oder Fantasy. Fast jedes dritte Buch (32,4 Prozent) gehört zu dieser Gattung.
  • Immer weniger Titel werden gedruckt: Im vergangenen Jahr waren es bei den Erstauflagen der Verlage nur noch knapp 74.000 – zehn Prozent weniger als 2013.

von Thomas Maier

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