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Marburg Der neue Pettersson und alte Kinderreime
Marburg Der neue Pettersson und alte Kinderreime
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10:18 14.02.2013
Marburg

Hoppe, hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er ... Wer kennt sie heute noch, die alten Kinderreime, mit denen ganze Generationen von Kleinkindern aufgewachsen sind? „Hoppe, hoppe Reiter“ ist ein klassischer Kniereiter genauso wie „Große Uhren gehen tick-tack“ oder „Trab, Pferdchen, trab“.

„Hoppe, hoppe Reiter ...“ heißt auch ein neues, wunderbares Buch für alle Familien mit Kleinkindern. Auf 96 Seiten hat die Herausgeberin Anne-Kristin zur Brügge „die schönsten Kinderreime“ versammelt: Die klassischen Kniereiter, von denen Kleinkinder nie genug kriegen können, Finger- und Wortspiele wie „Zehn kleine Zappelmänner zappeln hin und her“ oder „das ist der Daumen“, Kitzel- und Krabbelverse wie „Kriecht ‘ne Schnecke“, Abzählverse und Kicher- und Tröstereime wie „Backe, backe Kuchen“ oder „Liebe Sonne, scheine wieder“. Zu jedem Reim gibt es für heutige, reim-entwöhnte Eltern Handlungsanweisungen. Abgerundet wird das Buch, das im Haushalt Generationen überdauern kann, durch zauberhafte Illustrationen von Dagmar Heinze. Zur täglichen Anwendung wärmstens empfohlen.

Anne-Kristin zur Brügge / Dagmar Henze: „Hoppe, hoppe Reiter. Die schönsten Kinderreime“, ellermann-Verlag, 96 Seiten, 12,95 Euro (ab 2).

Ganz groß prangt auf dem Einband „Der NEUE Pettersson und Findus“. Endlich, jubelt die Fangemeinde. Und die ist ja wahrlich nicht klein. Der schwedische Zeichner Sven Nordqvist wurde dank seiner „Pettersson und Findus“-Abenteuer einer der beliebtesten Kinderbuchautoren. Seine Bücher wurden wunderbar verfilmt, sind als Hörspiel und auf der Theaterbühne Knüller. „Findus zieht um“ heißt das neue Buch, und es wird – das kann man getrost vorhersagen – ein Longseller werden: Findus soll nämlich ausziehen, weil er den alten Petterssson mit seinem Rumgehüpfe zu früh weckt. Der liebenswerte Tüftler Pettersson hat auch schon eine Idee: Er baut einfach das alte Plumpsklo um. Und am Ende lernt Findus die Uhr kennen, weil er ja schließlich wissen muss, wann er mit dem Hüpfen beginnen kann – aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. „Findus zieht um“ hat den ganzen Zauber der Vorgängergeschichten, ist wunderbar gezeichnet, und in den Bildern sind wieder jede Menge Geschichten versteckt.

Dazu ist zeitgleich ein zauberhaftes Hörspiel erschienen: Jens Wawrczek als Kater Findus, Fred Maire als der alte Pettersson, Ilse Strambowskis als Nachbarin und vier Sprecherinnen als Hühner sowie Laura Maire als Erzählerin setzen das Hörspiel als wunderbares Kopfkino in Szene. Die Musik dazu schrieben Frank Oberpichler und Dieter Faber.

Sven Nordqvist: „Findus zieht um“, Oetinger-Verlag, 32 Seiten, 12,95 Euro; das gleichnamige Hörbuch ist bei oetinger-audio erschienen, 1 CD, ca. 32 Minuten, 9,95 Euro (ab 4).

von Uwe Badouin

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