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Marburg Der junge Mozart entdeckt Händel
Marburg Der junge Mozart entdeckt Händel
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16:32 18.08.2013
Hochkonzentriert und spielfreudig präsentierten sich Maren Ries (von links), Marc Edwards, Ariane Spiegel und Volker Möller dem Marburger Publikum. Foto: Michael Hoffsteter Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Das Quartett NeoBarock, bestehend aus Volker Möller (Violine), Maren Ries (Violine und Viola), Ariane Spiegel (Violoncello) und Marc Edwards (Cembalo), gab das dritte Schlosskonzert dieser 40. Saison. Die Vorsitzende der „Marburger Musikfreunde“, Claudia Nehring, zeigte sich erfreut über die etwa 140 Konzertbesucher.

Eröffnet wurde der Abend mit Georg Friedrich Händels Sonate in G-Dur. Mit spürbarer Spielfreude stiegen die sympathischen Musiker direkt in ihr Programm ein. Von Beginn an glänzten sie durch saubere Intonation und große Spielfertigkeit. Aber auch die tänzerische Leichtigkeit, mit der die Musiker ihr Programm präsentierten, war mitreißend.

Das Programm dieses Abends erklärte Volker Möller als die „Nachklänge des Besuchs der Familie Mozart in London von 1762 - 1765“. Bei diesem Besuch habe die erste Berührung des jungen Wolfgang Amadeus Mozart mit der Musik Georg Friedrich Händels stattgefunden. Auch Johann Christian Bach habe der junge Mozart dort kennengelernt und sich von Werken und Wirken beider inspirieren lassen.

Auch im stringenten Programm von NeoBarock waren im Folgenden mehrere Bearbeitungen Bach‘scher Werke durch Mozart zu finden. Darunter Mozarts Konzert in D-Dur nach Bachs Claviersonate op. 5/2, bei dem vor allem der tolle Cembaloklang und das virtuose Spiel von Cembalist Edwards hörbar wurden.

Bei Mozarts Duo in G-Dur für Violine und Viola überzeugten Ries und Möller dann durch wunderbares Wechselspiel und harmonischen Dialog. Sie beeindruckten mit technisch höchster Präzision und äußerst feinen Abstufungen in der Dynamik. Das Publikum reagierte begeistert auf das virtuose Können der Musiker.

Bei Carl Philipp Emanuel Bachs Sonate in d-Moll bewies das Quartett, dass ihm auch dramatischere, schwere Töne liegen. Auch hier trumpften sie mit sehr feinen, sauberen, Abstufungen in der Dynamik auf.

Auf Publikumswunsch erfolgte eine Zugabe, das Allegro des letzten Satzes von Gottfried Heinrich Stölzels Quartett in G-Dur. Einmal mehr überzeugten die vier Musiker mit perfektem Timing, sauberer Intonation und wunderbar homogenem Klang.

Das Publikum honorierte die hervorragende Leistung der Musiker mit langanhaltendem, enthusiastischem Applaus und „Bravo“-Rufen.

Werke Bachs möchte Claudia Nehring auch in der kommenden Saison der Marburger Schlosskonzerte präsentieren. Dann in Form von Wort und Musik.

Zu den Bach‘schen Fugen sollen dann Texte des österreichischen Schriftstellers Robert Schneider gesprochen werden. Um diesen Programmwunsch umsetzen zu können, suchen die Marburger Musikfreunde noch Unterstützer.

von Sabrina Ilona Teufel

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