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Der Übeltäter heißt Hans-Heinerich

Puppentheater Der Übeltäter heißt Hans-Heinerich

Es ist immer ein bisschen schwierig, einen Bilderbuch-Klassiker auf die Bühne zu bringen.

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Der kleine Maulwurf schaut in dieser Szene des „Marotte“-Figurentheaterstücks mit der Ziege und dem Hasen aus dem Fenster.

Quelle: Ines Dietrich

Marburg. Die Handlung ist längst bekannt, und die Figuren haben sich vom wiederholten Vorlesen ins Kindergedächtnis eingeprägt. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung beim Publikum – das war beim „kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ nicht anders.

Nahezu jedes Kind kennt die Geschichte aus der Feder von Wolf Erlbruch, und die spannende Frage nach dem Übeltäter ist längst keine mehr. Schon in den ersten Minuten, als der kleine Maulwurf plötzlich ein Kothäufchen auf seinem Kopf findet und nach dem Verursacher fragt, wissen die kleinen Zuschauer im voll besetzten KFZ die Antwort: „Das war der Metzgershund!“, ertönt es laut.

Völlig unbeeindruckt davon erzählt und spielt Claudia Olma vom „Marotte Figurentheater“ die Geschichte und schafft es sofort, Groß und Klein in ihren Bann zu ziehen. Und ihre Darstellung beschränkt sich nicht etwa auf das Agieren hinter der Puppenspielbühne: Da fliegen Erdklumpen ins Publikum, wenn der kleine Maulwurf seinem Tagwerk nachgeht, da prasseln, begleitet von ohrenbetäubendem Pupsen, große Mengen von Hasenbohnen auf die Bühne – sehr zur Freude und Begeisterung der Kinder.

Originell und mit viel Fantasie, gewürzt mit einer Prise Slapstick, setzt Olma das Buch in Szene. Und dass sie mit der Erzählerin, einer kapriziösen Schmeißfliege, dem Buchpersonal eine neue Figur zur Seite gestellt hat, ist ein gelungener Regieeinfall.

von Ines Dietrich

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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