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Marburg Der Mann, der die Gletscher liebte
Marburg Der Mann, der die Gletscher liebte
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19:55 11.10.2011
Ilija Trojanow stellte seinen neuen Roman „Eistau“ im Café Vetter vor. Die Geschichte, die er erzählt, dreht sich um den Klimawandel und seine Folgen. Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Ilija Trojanow begann seinen Vortrag im Caf Fronhausen Vetter zunächst mit Musik. Mit Neuer Musik, die mit ihren dissonanten Klängen sehr gut zu seinem Buch passte und auf die ernste Thematik einstimmte.

Immer wieder wurden im Laufe des Vortrags kurze Musikstücke eingeblendet, die die Rezitation auf angenehme Weis unterbrachen.

Trojanows neuer Roman „Eistau“ erzählt von der Erhabenheit der Natur und ihrer Gefährdung durch den Klimawandel. Der Protagonist Zeno, ein Glaziologe, hat sein Leben einem Alpengletscher gewidmet.

Als er verzweifelt erkennt, dass das Ende des Gletschers nicht mehr abzuwenden ist, begibt er sich auf eine Kreuzfahrt, um den Reisenden die Wunder der Antarktis nahe zu bringen. Aber bald muss er einsehen, dass die Touristen wenig Achtung vor der fremden Eiswelt haben und die fortschreitende Schmelze des Eises nicht ernst nehmen wollen.

Ilija Trojanows Sprache ist eindrucksvoll, sie ist poetisch, vielschichtig, präzise und voller Leidenschaft. Er schafft eindrucksvolle Sprachbilder und versteht es, mit seiner äußerst genauen Beobachtungsgabe die Szenen des Romans vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen.

von Bettina Preussner

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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