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Der Familienalltag auf der Schulbühne

Theater an der Steinmühle Der Familienalltag auf der Schulbühne

Auch im vierten Jahr der Kooperation zwischen dem Hessischen Landestheater Marburg und der Steinmühle konnten sich Eltern, Lehrer, Mitschüler und andere Interessierte davon überzeugen, wie bereichernd diese Zusammenarbeit für die Schule ist und sich über eine phantasievolle und mit großem Engagement präsentierte Aufführung freuen.

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Das ganz normale Familienchaos brachten Siebtklässler an der Steinmühle auf die Bühne.Privatfoto

Marburg. „Familien und andere Stolpersteine“ lautete der Titel einer rasanten Auseinandersetzung mit einem immer wieder aktuellen Thema.

Auf der Grundlage des Jugendromans „Wir alle für immer zusammen“ von Guus Kujer erarbeiteten die 74 Schülerinnen und Schüler der drei siebten Klassen der Steinmühle jeweils zusammen mit einem Schauspieler des HLT und einem Lehrer einen Reigen kurzer, zugespitzter Szenen. Diese Szenen verdeutlichten die Vielfalt des Themas und den persönlichen Zugang der Jugendlichen zu dieser „Problematik“.

Es gab normal chaotische Familien zu sehen und Familien, die ihren Kindern keine guten Startchancen bieten konnten. Es waren wohlstandsverdorbene Kinder zu sehen, fröhlich-egozentrische Pubertierende, die einen durchorganisierten Tagesablauf fast zum Scheitern bringen, hilflose Mütter, die ihrer außer Kontrolle geratenen Töchter nicht mehr Herr werden. Da waren „unmögliche“ Beziehungen zu betrachten, wie die zwischen der Mutter und dem eigenen Lehrer oder ungeklärte, wie die zu Vätern, die aus den verschiedensten Gründen nicht anwesend sind.

Dem Publikum wurde ein facettenreiches, buntes, humorvolles, immer wieder aber auch ernstes 90 minütiges Kaleidoskop geboten, das durch das durchgängig erstaunlich professionelle Agieren der beteiligten Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre sichtbare Freude am Spielen die 350 Zuschauer fesselte und ihnen einige magische Momente verschaffte.

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