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Marburg „Das Warten lohnt sich auf jeden Fall“
Marburg „Das Warten lohnt sich auf jeden Fall“
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18:17 19.08.2014
Die „Saphirblau“-Regisseure Felix Fuchssteiner (links) und Katharina Schöde (rechts) freuen sich mit ihren Hauptdarstellern Maria Ehrich und Jannis Niewöhner über die vielen Fans im Marburger Cineplex.Foto: Christoph Löwer
Marburg

Teenager lieben die „Rubinrot“-Trilogie von Kerstin Gier (lesen Sie auch den Hintergrund-Kasten) und die Verfilmungen. So war der große Saal des Cineplex zur Darsteller-Tour schnell ausverkauft. Im oberen Stockwerk des Cineplex‘ standen die meist weiblichen Besucher im besten Teenageralter in einer langen Schlange vom Kinosaalausgang entlang der Fensterfassade bis kurz vor der Treppe, um nach dem Film ein Foto mit den beiden Hauptdarstellern zu ergattern.

Die 17-jährige Ellis, die mit drei Freundinnen im Kino war, fand es toll, dass die beiden Schauspieler sich so viel Zeit für ihre Fangemeinde nehmen.

Nach Marburg waren die beiden Darsteller Jannis Niewöhner und Maria Ehrich sowie die beiden Regisseure Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde gekommen. Das Cineplex ist eine von 22 Stationen auf ihrer Kino-Tour. „Es kann auch anstrengend werden, aber es ist einfach schön zu sehen, wie unsere Fangemeinde immer größer wird“, erzählt Jannis Niewöhner, der im Film als Gideon de Villiers an der Seite von Gwen (Maria Ehrich) durch die Zeit reist.

Bereits vor knapp eineinhalb Jahren waren Jannis Niewöhner und Maria Ehrich mit dem Regisseur Felix Fuchssteiner für den ersten Film der Trilogie „Rubinrot“ im Cineplex zu Gast. Im Gespräch erinnerten sie sich etwa an die kostümierten Mitarbeiter, die auch dieses Jahr für passende Atmosphäre sorgten.

Am Drehbuch für dritten Teil wird gearbeitet

Nach dem Ende des Films begrüßte Cineplex-Geschäftsführerin Marion Closmann die Gruppe direkt im Kino. Vor der Leinwand, auf der sie kurz vorher noch zu sehen waren, beantwortete die Gruppe Fragen aus dem Publikum. So erzählte Jannis Niewöhner, dass seine Lieblingsszene die im Treppenhaus am Schluss gewesen sei. Maria Ehrich fand dagegen die Time-Warp-Soiree am besten. Sie schätze auch den Modestil von Grandpa Lukas aus den 50er-Jahren. „Nächstes Jahr will ich einen Petticoat“, scherzte die Hauptdarstellerin, die im Film ebenso wie Jannis selbst gesungen hat. Dafür wurde der Gideon-Darsteller bei den Motorradszenen von einem Double ersetzt, da er dafür keinen Führerschein habe, wie er zugab.

Einige Zuschauer verwunderte es, dass in „Saphirblau“ bereits Szenen aus dem dritten Teil verwendet wurden. Der dritte und letzte Teil „Smaragdgrün“ sei noch nicht gedreht, erzählte Regisseurin Katharina Schöde. Das Buch sei dick genug, also bleibe genug übrig für den dritten Film, beruhigte Schöde. Im Gespräch mit der OP verriet sie, dass sie bereits am Drehbuch schreibe und erklärte, dass sie Szenen aus „Smaragdgrün“ verwendet habe, um dem Film mehr Handlung zu geben, die ihr im Buch zu kurz gekommen sei.

Die meisten Besucher hatten auch den ersten Teil gesehen und hoffen, dass die Darsteller beim abschließenden Teil wieder Halt in Marburg machen. „So etwas erlebt man nicht oft“, freuten sich die 15-jährigen Freundinnen Michelle und Leonie. Und auch die 13-jährige Sophia, die weit hinten in der Schlange stand, bestätigte: „Das Warten lohnt sich auf jeden Fall.“

von Mareike Bader

Hintergrund

Die „Rubinrot“-Trilogie „Liebe geht durch alle Zeiten“ von Erfolgs-Autorin Kerstin Gier ist in Deutschland mehr als zwei Millionen Mal verkauft worden. Die drei Bände standen insgesamt über 350 Wochen auf der „Spiegel“-Bestsellerliste. Weltweit gingen die drei Fantasy-Bücher „Rubinrot“ (2009), „Saphirblau“ (2010) und „Smaragdgrün“ (2010) über Reisen durch die Zeit millionenfach über den Ladentisch. Die Trilogie wurde nach Angaben des Arena-Verlags in Würzburg in fast 30 Sprachen übersetzt, Lizenzen wurden unter anderem in die USA, nach England, Brasilien, Italien, Spanien und China verkauft.

Der zweite Band „Saphirblau“ schaffte es in der englischen Übersetzung in die „New York Times“-Rangliste der bestverkauften Kinderbücher. Vor dem Erfolg mit der „Rubinrot“-Trilogie hatte sich die deutsche Autorin Gier mit leichter Unterhaltungsliteratur für Frauen einen Namen gemacht.

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