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Das Theater will die Welt retten

Hessisches Landestheater Marburg Das Theater will die Welt retten

Riesig und rechteckig: Pünktlich zur neuen Spielzeit ziert ein neues Banner die karge Front des Hessischen Landestheaters.

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Auf dem Banner werben Georgana Muskalla und Jürgen H. Keuchel für das Theater. Jürgen Bandte (von links), Dr. Christine Tretow, Matthias Faltz und Jürgen Wieprecht sind glücklich mit dem Entwurf.

Quelle: Wollenschläger

Marburg. Nicht zu übersehen ist der etwa 20 mal 8 Meter große Banner, auf dessen Mitte in schwarzen Lettern eine provokante Frage prangt: Kann das Theater die Welt retten? Eine Antwort bleibt der Banner schuldig, doch das ist auch so gewollt.

„Das Dargestellte ist symbolisch aufzufassen, der Betrachter soll zum Nachdenken angeregt werden“, sagte Matthias Faltz, Intendant des Hessischen Landestheaters.

Ein wenig mehr gab hingegen der erste Vorsitzender des Theater-Fördervereins Freundeskreis, Jürgen Bandte, preis: „Die Schauspieler Gergana Muskalla und Jürgen H. Keuchel stehen für das Alte und Neue am Theater, die von ihnen getragenen Gummistiefel und Backsteine deuten auf den aktuellen Umbau der Räumlichkeiten hin.“

Und auch zur gestellten Frage hatte er eine Meinung parat: „Definitiv kann das Theater die Welt retten, wer oder was denn sonst?“ Er gehe sogar so weit zu behaupten, Theater sei die Welt, sagte Bandte und ergänzte: „Im virtuellen Zeitalter begegnen sich hier leibhaftige Menschen und wohnen Stücken bei, mit denen Werte definiert sowie Geschehnisse reflektiert werden.“

Seit seiner Gründung im Jahre 1994 förderte der Freundeskreis das Hessische Landestheater mit insgesamt 100.000 Euro, das Banner für 2.800 Euro stellte somit einen eher kleinen Posten dar.

Unterdessen suchen das Hessische Landestheater und die Musikschule einen Namen für den Platz. Auf der Internet-Hompage des Theaters gibt es eine Rubrik „Das Kind braucht einen Namen“. Bis zum 16. Oktober können Interessierte dort Vorschläge unterbreiten.

von Kathrin Wollenschläger
und Uwe Badouin

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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