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Das „Mondenland“ gerät in Gefahr

Musical Das „Mondenland“ gerät in Gefahr

Einmal mehr stellt das erprobte Gespann Brunhilde Heß und Eckhard Scherer ein prächtiges Musical auf die Bühne. Am Freitag ist Premiere von „Mondenland“ unter und in der Gerichtslinde in Amönau.

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Zirpe (Lisa Maiworm, von links), Flüt (Mira Maiworm), die Herrin Göldan (Ulrike zum Egen) und das Kleine Mondenlicht (Judika Tschammer) in einer Szene von „Mondenland“, die in und der Amönauer Gerichtslinde spielt.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Der mehrere hundert Jahre alte hohle Baum steht am Rande des Wetteraner Stadtteils Amönau auf einer Anhöhe. Bei der Probe am Dienstagabend entfaltet die riesige Linde im Scheinwerferlicht eine geradezu magische Atmosphäre. Bevölkert wird sie von wundersamen Wesen wie dem Kleinen Mondenlicht (Judika Tschammer), von Zirpe (Lisa Maiworm) und Flüt (Mira Maiworm) in ihren herrlichen und fantasievollen Kostümen. Unter den mächtigen Zweigen sorgt sich Bork (Klaus Peter) mit seinen Trollen für das Wohl der heiteren Gesellschaft.

Ab und an rollt der Berggeist Skroll (Uwe Gratzke) gruselig mit den Augen und meldet sich donnernd zu Wort. Das muss er tun, denn das Mondenland, ein geheimnisvoller Ort der wahrhafte Sinneserfahrungen, ist in Gefahr: Der hochtechnisierte Master Pix (Lucas Bender) und seine Netkids wollen die Macht über die zauberhafte und friedvolle Parallelwelt mit dem Computerprogramm „Medusa“ erlangen. Der kühle Verstand soll auch hier regieren.

Das Geheimwort, das den Zugang zum Mondenland eröffnet, hat das Netkid Toki (Ann-Kathrin Hesse) per Zufall gefunden. Nun ist das Mädchen hin- und hergerissen: Sie fühlt sich im Mondenland, so wie es ist, pudelwohl. Doch Master Pix fordert Gehorsam. Bis zum glücklichen Ende haben die Wesen von Mondenland viel zu tun, um sich gegen die Eindringlinge zu wehren. Insgesamt erzählen etwa 50 Darsteller die Geschichte, die sich Regisseurin Brunhilde „Bruno“ Heß ausgedacht hat. Ein gutes Jahr dauerte es bis zum ersten Gesamtdurchlauf mit Kostümen. Eckhard Scherer schrieb die 13 Songs und auch die Instrumentalmusik.

Das Mondenland ist die fünfte Produktion in Amönau und die vierte seit Gründung des Vereins „Turmwerkstatt – Kultur im Dorf“. Finanziert werden die Inszenierungen ausschließlich über Eintrittsgelder. Um die 5.000 Besucher kamen jeweils bei den vorigen Produktionen. Etwa 4.000 Zuschauer müssen es sein, damit die Kosten – den dicksten Batzen schluckt die ausgeklügelte Technik – gedeckt sind. Der Rest ergibt das Budget für das nächste Musical.

von Christine Krauskopf

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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