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„Das Flüstern aus dem Schatten“ erzählt von der Rebellion

Premiere von german stage service „Das Flüstern aus dem Schatten“ erzählt von der Rebellion

Nach zwei Produktionen 2009 und 2010 vollendet die deutsch-mexikanische Theaterregisseurin Graciela González de la Fuente mit „Das Flüstern im Schatten“ nun ihre Trilogie, die unter dem Thema „Fremde Geschichten auf deutschem Boden / Deutsche Geschichten auf fremdem Boden“ steht. Premiere ist am Donnerstag um 20 Uhr im Theater im G-Werk auf den Afföllerwiesen.

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Eine Szene aus „das Flüstern der Schatten“.Privatfoto

Marburg. Die in sich geschlossene Inszenierung stellt diesmal deutsche Familien in den Mittelpunkt, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts im Süden Mexikos angesiedelt und dort als Kaffeebarone etabliert haben. Sie erzählt die Geschichte um die Aufstände der Zapatisten in der Provinz Chiapas und verleiht der Rebellion damit eine Stimme. Aus Zeugenaussagen, Dokumenten und einem Buch arbeitete González de la Fuente die Geschichte des Aufstandes der indigenen Einwohner gegen die Großgrundbesitzer auf.

In einer Mischung aus dokumentarischem und szenischem Theater, angereichert mit Performance und Videoinstallationen erzählt das Stück auf spanisch und deutsch die Geschichte des Bauern-Aufstands in der Region Frailesca in Chiapas in den 90-er Jahren, der in der Besetzung der Kaffeeplantage „Liquidambar“ endete. Im Rampenlicht stehen Mitglieder der aus Hamburg stammenden Plantagenbesitzer-Familie Schimpfhudler, die durch drei junge Schauspieler verkörpert werden. Darüber hinaus arbeitet González de la Fuente viel mit Ikonographie, die die Unterdrückung der lateinamerikanischen Indigenen mit Hilfe des Christentums versinnbildlicht.

Weitere Aufführungen sind am 9., 10., 15., 16. und , 17. November jeweils ab 20 Uhr im Theater im G-Werk.

von Kristina Gerstenmaier

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