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Marburg Das Auge ist die wichtigste Ausrüstung
Marburg Das Auge ist die wichtigste Ausrüstung
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16:19 26.06.2014
Für ein gutes Motiv macht ein Fotograf fast alles: Markus Farnung hat das traditionelle Feuerwerk zum Auftakt zum Stadtfest 3 Tage Marburg aus großer Entfernung aufgenommen.Foto: Kaiser
Marburg

Anlässlich des 175. Jubiläums der Fotografie hat die Marburger Volkshochschule die „Marburger Fototage“ organisiert, bei der ambitionierte Amateure und Profis ihre Arbeiten vorstellten. Zu bestaunen waren einige atemberaubende Aufnahmen.

In der Ausstellung wurden nicht nur rund 200 Arbeiten von regional bekannten Fotografen wie Rolf K. Wegst, Markus Farnung, Andreas Maria Schäfer und Jan Bosch präsentiert, sondern auch Bilder vom von Farnung und Schäfer initiierten Fotocommunity-Fotostammtisch, dessen Fotos eine der acht Ausstellungen bilden.

Weitere thematische Ausstellungen beschäftigten sich mit Porträt-, Tanz- oder Panoramafotografie.

Anlässlich des 175. Geburtstages der Fotografie gingen die Aufnahmen des Fotocommunity-Stammtisches zurück zu den Ursprüngen der Fotografie: Jedes Stammtischmitglied hatte ein Motiv zu wählen, das in zwei unterschiedlichen Sichtweisen präsentiert werden sollte und sich sowohl für eine Farb-, als auch für eine Schwarzweißfotografie eignen musste. Die Ergebnisse wurden nebeneinanderhängend und somit in Dialogform gezeigt.

Das Motto „Zurück zu den Wurzeln“ beherzigt auch Andreas Maria Schäfer. Er schießt die Bilder mit einer auf dem Kopf hängenden Kamera. Diese Methode ist eine Hommage an die Tage, in denen der Fotograf, von einem schwarzen Tuch bedeckt, das Motiv auf dem Kopf stehend sah. „Man sieht Details, die bei einer normalen Ansicht gar nicht auffallen, weil das Paradigma der gewohnten Perspektive aufgelöst wird und das Auge das Bild neu strukturieren muss“, sagte Schäfer, der seit knapp einem halben Jahr Kursleiter für Fotografie an der Volkshochschule ist.

„Das Auge ist die wichtigste Ausrüstung, denn das Bild wird im Kopf des Fotografen gemacht. Die Kamera ist nur das Werkzeug“, erklärte Markus Farnung, dessen Passion vor allem der Stadtfotografie gilt. Dabei ist es oft die „Blaue Stunde“, die er als fotografischen Kontext nutzt. Diese Zeit zwischen Sonnenuntergang und der nächtlichen Finsternis inspiriert ihn besonders. Ihm bleiben nur wenige Minuten, in denen er vor allem von den so verschiedenen Städten Marburg und Frankfurt fantastische Fotografien vorzuweisen hat. Auch Farnung gibt seit Beginn des Jahres Kurse an der „vhs“.

Jan Bosch, der regelmäßig für die OP-Kulturredaktion arbeitet und das hat, was ein Fotograf „ein Auge“ nennt, zeigte Reisefotografie aus Schottland und Schwarz-Weiß-Fotografie.

Rolf K. Wegst, der ebenfalls für Zeitungen und für Theater arbeitet, präsentierte Tanzfotografie, und Bilder aus Bangladesh. Hinzu kamen Arbeiten der Foto-AG der Marburger vhs sowie verschiedenen Workshops, in denen die ausstellenden Profis den Teilnehmern jede Menge Tipps vermittelten.

Zurzeit werden vier Fotografiekurse an der „vhs“ angeboten. „Die Fotografie erlebt gerade eine unheimliche Blütezeit. Die Kurse sind gut gefüllt und ich war begeistert, als die Kursleiter mir den Vorschlag gemacht haben, eine solche Ausstellung in unseren Räumlichkeiten zu zeigen“, sagte Volkshochschulleiterin Kirsten Fritz-Schäfer.

Die Ausstellungen sind auch heute bei der 13. Marburger Nacht der Kunst von 19 bis 23 Uhr geöffnet.

von Benjamin Kaiser

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