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Das Aschenputtel findet sein Glück

Märchen-Musical Das Aschenputtel findet sein Glück

In die Welt des gesungenen Märchens tauchten am Montagnachmittag viele Kinder zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern bei der Aufführung des Musicals „Aschenputtel“ in Stadtallendorf ein.

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Während Aschenputtel (Jana Flaccus, hinten) die Wäsche waschen muss, suchen sich ihre Stiefschwester (Carina Böhmer, links) und die Stiefmutter (Karen Lauenstein, rechts) für den Tanzball die schönsten Stoffe beim Händler (Markus Hanse) aus.Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Seinem guten Ruf als Garant bester Unterhaltung wurde das Bochumer Theater Liberi, dessen Darsteller ihr Können schon mehrfach in der Stadthalle unter Beweis gestellt hatten, auch diesmal wieder gerecht. Das Theater ist Märchen-Spezialist und hat sich mit seinen sehenswerten Aufführungen und seinem jungen und engagierten Ensemble bereits vielerorts einen hervorragenden Namen gemacht.

Das zauberhafte Märchen-Musical-Erlebnis „Aschenputtel“ mit der Verwandlung von der verhassten Stieftochter zur Prinzessin stellte eine romantische und kindgerecht aufgearbeitete Interpretation des Märchens dar - frei nach den Gebrüdern Grimm, mit viel Musik, sparsam-innovativem Bühnenbild und wunderschönen Kostümen. Auch in der Musical-Interpretation ist Aschenputtels Leben bei der bösen Stiefmutter kein Zuckerschlecken. Doch Aschenputtel vergisst niemals ihren Traum von der großen Liebe und einem besseren Leben weit weg vom tristen Alltag und der harten Hand ihrer Stiefmutter. Als sie eines Tages erfährt, dass der König einen Tanzball plant, bei dem sich der schöne junge Prinz in ein Mädchen verlieben und sie zur Braut machen will, gerät das bisherige Leben des bis dahin unscheinbaren Aschenputtels ins Wanken. Wie fast alle Märchen endet auch dieses mit einem Happy-End und dem obligatorischen „und wenn sie nicht gestorben sind“. Doch bis dahin muss Aschenputtel unzählige Intrigen der Stiefmutter überstehen und einen Schuh verlieren, der am Ende das ganz große Glück mit dem Traumprinzen bringt.

Auch wenn sich die Geschichte in vielen Passagen vom Original der Brüder Grimm entfernte, war der rote Faden immer gut erkennbar. Alle vier Akteure bestachen in der mit etwa 450 Besuchern fast vollen Stadtallendorfer Stadthalle im perfekt in die Vorweihnachtszeit passenden Stück durch beeindruckende Bühnenpräsenz. Jana Flaccus in der Hauptrolle wurde nicht nur äußerlich dem wunderschönen Aschenputtel gerecht, sondern verzauberte die Zuschauer auch mit ihrer Stimme. Am Ende, nachdem die vier Schauspieler nach zwei Stunden mit tosendem Applaus verabschiedet worden waren, konnte man in viele zufriedene Kindergesichter sehen, die einen höchst kurzweiligen Nachmittag erlebt hatten.

von Alfons Wieber

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