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Marburg Computer-Kosten steigen weiter
Marburg Computer-Kosten steigen weiter
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10:38 19.02.2018
Der Betrieb von Servern und Büro-Computern inklusive regelmäßiger Software- und Lizenz-Aktualisierungen verursachen in der Stadtverwaltung steigende Kosten. Quelle: Archiv
Marburg

Das geht aus dem aktuellen Haushaltsentwurf der Stadt Marburg hervor. Bereits seit Jahren steigen die Beträge, die die Kommune für die Nutzungsrechte, für die Aktualisierung der Büro-Infrastruktur ausgeben muss. Kosteneinsparung, Unabhängigkeit von Großkonzernen wie Microsoft und eine durch alternative Programme zu ermöglichende Hardware-Schonung: Die Piratenpartei fordert seit Jahren einen Umstieg auf soge­nannte OpenSource-Lösungen.

Dabei handelt es sich um PC-Programme, deren Programmierungs-Code öffentlich eingesehen, geändert und meist kostenlos genutzt werden kann.  Bekannte Beispiele sind Linux, LibreOffice oder Firefox.

Laut Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) „verfolgt die Verwaltung den Open­Source-Gedanken weiter“, jedoch sei eine Umstellung auf die Benutzung von freier Software auch wegen etwaig auftretender Kompatibilitäts-Probleme „nicht mal eben so machbar“ und müsse im gesamten kommunalen Gebilde umgesetzt werden. Als eine Vorreiter-Kommune gilt die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall.

Der Einsatz von Open­Source-Programme ist anderswo allerdings bereits gescheitert: 14 Jahre nach dem Schritt in München beschloss die Kommune im vergangenen Jahr eine Abkehr von Linux und anderer freier Software wie Internetbrowsern oder Email-Programmen, wechselt in den kommenden Jahren schrittweise zu Microsoft-Produkten wie Windows oder Office. Auch in Freiburg kehrte die Verwaltung nach einigen Jahren der Nutzung von OpenSource-Software zu Programmen etwa vom US-Unternehmen Microsoft zurück.

von Björn Wisker