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Christoph Otterbeck leitet Uni-Museum

Philipps-Universität Christoph Otterbeck leitet Uni-Museum

Der Kunsthistoriker Dr. Christoph Otterbeck wird am 16. April die Leitung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg übernehmen. Das teilte die Universität am Mittwochmorgen mit.

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Dr. Christoph Otterbeck ist der neue Leiter des Universitätsmuseums.

Quelle: Angela Weber

Marburg. Der 44-jährige Kunsthistoriker realisierte zuletzt als Kurator gemeinsam mit dem Team des Museum Giersch in Frankfurt am Main die Ausstellung „Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet – Künstler, Händler, Sammler“ (2011), die neben Werken von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej von Jawlensky zahlreiche Werke von heute weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern präsentierte.

„Mit Herrn Otterbeck haben wir einen Museumsleiter gewonnen, der durch beachtliche fachliche Breite und konservatorische Erfahrung überzeugt“, erklärte Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Schachtner, in dessen Zuständigkeitsbereich das Museum fällt. Als besonderen Erfolg hob Schachtner hervor, dass das Wiederbesetzungsverfahren mit rund 90 zum großen Teil hochqualifizierten Bewerbungen äußerst rasch nach dem Weggang der bisherigen Museumsleiterin Dr. Agnes Tieze abgeschlossen wurde. Diese wechselte Anfang April an das Kunstforum Ostdeutsche Galerie nach Regensburg.

Nach einem Studium der  Kunstgeschichte, Religionswissenschaft und Ethnologie in Marburg und Fribourg (Schweiz) promovierte Otterbeck als Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung über die Künstlerreisen des frühen 20. Jahrhunderts mit einer Untersuchung zu den Fernreisen unter anderem von Nolde, Pechstein, Kandinsky sowie zur berühmten „Tunisreise“ von Klee, Macke und Moilliet.

Schon früh legte Otterbeck seinen Schwerpunkt auf die Museumsarbeit. Aus mehreren Aufenthalten im Joseph Beuys Archiv in Kranenburg am Niederrhein (heute im Museum Schloss Moyland) resultierte der Einsatz als Gastkurator für eine Ausstellung mit zahlreichen Beuys-Zeichnungen im Kunsthaus Kaufbeuren.

Ferner gehörte er dem Wissenschaftlichen Beirat der großen Jubiläumsausstellung des Westfälischen Landesmuseums Münster für die Ausstellung „Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen“ (2008) an und verfasste zahlreiche Beiträge für Ausstellungskataloge, unter anderem für das Museum Folkwang in Essen, das Zentrum Paul Klee in Bern und das Deutsche Historische Museum in Berlin.

Seit 2006 war Otterbeck zudem an verschiedenen Projekten des Marburger Museums beteiligt, insbesondere an der Realisierung der Ausstellung „Wege zur Moderne. Richard Hamann als Sammler“ sowie an der Ausstellung „BILD BUCH WORT WELT. Moderne Kunst und ihre Akteure“, die im Rahmen der universitären Lehre mit Studierenden entstand.

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