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Choral als Mittelachse im Garten

Johannespassion Choral als Mittelachse im Garten

Am Sonntag, 28. März, führt um 18 Uhr in der Elisabethkirche die Kantorei dieses Gotteshauses mit der kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte (KMF) Schlüchtern Bachs „Johannespassion“ auf. Nils Kuppe dirigiert das Werk.

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Cosima Friedrich (hinten links) und Bezirkskantor Nils Kuppe (rechts) studieren gemeinsam die sieben- bis elfjährigen Sängerinnen und Sänger des Marburger Kinderchors ein.

Quelle: Helmut Rottmann

OP: Die KFM Schlüchtern feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 18 Jahren ist Gunther Martin Göttsche deren Direktor. Was sind Ihre Aufgaben, Herr Göttsche?

Göttsche: Ich leite und verantworte das gesamte Kurs- und Ausbildungsprogramm unseres Institutes. Dazu gehört die Gestaltung des ständig wechselnden Kursangebotes, die Zusammenstellung von Dozenten-Teams, die inhaltliche und organisatorische Gestaltung der einzelnen Kurse inklusive der Prüfungsabläufe. Hinzu kommen das Management unseres Hauses mit insgesamt zehn Mitarbeitern und die Oberaufsicht über die wirtschaftlichen Angelegenheiten unseres Ausbildungsbetriebes.

OP: Die KMF Schlüchtern ist hessenweit die einzige und bundesweit die größte Institution zur Aus- und Weiterbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker. Wer kann sich hier ausbilden lassen?

Göttsche: Jeder, der musikalische Begabung besitzt. Bezirkskantoren – wie zum Beispiel Nils Kuppe – bilden vor Ort Organisten und Chorleiter aus, schaffen also die instrumentale oder musikalische Grundlage. In Schlüchtern bieten wir in größeren Gruppen die ergänzenden Kurse an zur Eignungsprüfung (D-Schein) und die C-Prüfung (Chorleitung, Orgel, Popularmusik). Außerdem veranstalten wir Fortbildungen für haupt- und nebenberufliche Kirchenmusiker, Pfarrer, kirchliche Mitarbeiter, kurz für jeden, der sich für Musik in der Kirche interessiert oder beruflich damit zu tun hat.

OP: Das sind in diesem Jahr 30 Kurse und Veranstaltungen. Welche davon sind außergewöhnlich?

Göttsche: Zu unseren diesjährigen Experimenten zählt ein Kurs, der das das „Spielen im Handglockenchor“ zum Thema hat. Das Spiel mit „handbells“ hat in den USA eine lange Tradition. Es ergibt einen unverwechselbaren Sound. Als Referenten haben wir Professor John Behnke aus Milwaukee zu Gast, der in den USA als maßgeblicher Spezialist für „handbells“ gilt. Daneben bieten wir in diesem Jahr erstmals einen Kurs im „Vom-Blatt-Singen“ für interessierte Chorsänger an. Höhepunkt des Jahres ist das Jubiläums-Wochenende im Oktober mit Seminaren, einer Orgelmatinee und einem Festgottesdienst. Nicht zu vergessen die Aufführung von Bachs „Johannespassion“ in Schlüchtern und Marburg an diesem Wochenende.

von Helmut Rottmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Freitags- und Samstagsausgabe der OP.

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