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Luther-Oratorium in der Lutherstadt

„Joy of Life“ Luther-Oratorium in der Lutherstadt

Trotz des vollen Konzertprogramms im Lutherjahr war die Georgenkirche in Marburgs Partnerstadt ­Eisenach gut gefüllt, als der Chor „Joy of Life“ der Kurhessischen Kantorei Marburg dort auftrat.

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Der Marburger Chor „Joy of Life“ gastierte mit dem Oratorium „Luther“ in der Eisenacher Georgenkirche.

Quelle: privat

Eisenach. Der Chor führte das Weltmusik-Oratorium „Luther!“ von Chorleiter und Komponist Jean Kleeb auf, das auch in Marburg schon zu hören war. Zum Teil lauschten die Zuhörer mit geschlossenen Augen, dann wieder animierten lebendige und 
rhythmische Klänge das Publikum dazu, mitzuschwingen.

Dem in Brasilien geborenen und in Marburg lebenden Komponisten Jean Kleeb ist es mit seinem Weltmusik-Oratorium gelungen, das Thema „Luther“ musikalisch neu darzustellen und zu interpretieren. Das Weltmusik-Oratorium nimmt wichtige Impulse von Martin Luther auf: Seine theologischen Erkenntnisse, seine Liebe zur Musik, seine Schwierigkeiten mit der Kirche der damaligen Zeit und seine Visionen für die Zukunft.

Das Libretto beinhaltet Texte­ und Zitate von Luther sowie ­anderen Dichtern wie Rumi, einem islamischen Mystiker aus Alt-Persien, Rabindranath ­Tagore aus Indien, dem brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff, der Pfarrerin ­
Ilona Schmitz-Jeromin, dem Kirchenlieddichter Arno Pötzsch und dem amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King.

Vielfältige Musikstile

Moderiert von Pfarrerin ­Andrea Wöllenstein und unterstützt durch Sprecher aus den Reihen des Chores präsentierte „Joy of Life“ das Werk in vier Teilen, professionell begleitet von den hervorragenden Solisten Nadine Balbeisi (Sopran), Jochen­ Faulhammer (Bariton) als „Luther“, Fernando Marín (Viola da Gamba), Klaus Schloßmacher (Percussion), Marion­ Bathe (Klavier) und Orchestermusikern des Stadttheaters ­
Gießen.

Vielfältige Musikstile wie Renaissance und Barock, Gospel und Jazz, Latin und Balkan, orientalische Klänge und moderne Zwölftonmusik spiegelten die Impulse, die von Luther aus durch die Zeit und in die Welt gegangen sind.

Zu Beginn des Konzertes musizierte zunächst das Renaissance-Duo „Cantar alla Viola“ mit Nadine Balbeisi und Fernando Marín. In Mittelschiff der Kirche präsentierten sie Stücke aus der Zeit der Reformation für Sopran und Vihuela de arco, der Renaissance-Gambe in beeindruckender Präzision.

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