Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Chopin und Schumann im Doppelpack

Konzerte Chopin und Schumann im Doppelpack

Am Sonntag bot ein doppeltes Geburtstagskonzert im Ernst-von-Hülsen-Haus Konzertunterhaltung auf hohem Niveau, garniert mit theoretischen Einführungen zu den Werken.

Voriger Artikel
Von toter und lebendiger Poesie
Nächster Artikel
CDU nominiert Stötzel zum Oberbürgermeister-Kandidaten

Viktor Urvalov, Jahrgang 1988, gab mit 14 Jahren sein erstes Klavierkonzert.

Quelle: Tanja Hamer

Marburg. Dieses Jahr wäre der 200. Geburtstag sowohl von Fryderyk Copin als auch von Robert Schumann gewesen. Aus diesem Grund werden derzeit viele Konzerte zu Ehren der Künstler gegeben – so auch am Wochenende in Marburg. Doch das „Doppelte Geburtstagskonzert“ war in vielerlei Hinsicht kein normales Konzert.

Zunächst bestand es eigentlich aus zwei Konzerten mit zwei Pianisten, die ab 11 Uhr am Sonntag, mit einer Mittagspause, spielten. Außerdem lieferte Professor Dr. Lothar Schmidt vom Musikwissenschaftlichen Institut der Philipps-Univesität Marburg zu beiden Künstlern theoretisches Hintergrundwissen in drei über das Konzert verteilten Vorträgen.

Den Anfang im wunderschönen, wenn auch leider unbeheizten Art-Dèco-Konzertsaal im Ernst-von-Hülsen-Haus machte der junge Pianist Viktor Urvalov mit Chopin. Er spielte zunächst eine Barcarolle und eine Mazurka, gefolgt von der Sonate in b-moll. Diese beinhaltet den weltberühmten Trauermarsch – sagenhaft dargeboten von Urvalov.

Professor Schmidts Vorträge waren kurzweilig und unterfütterten das Konzertprogramm optimal für das interessierte Publikum. So erfuhr man beispielsweise, dass es durchaus Berührungspunkte zwischen den beiden Musikern mit den ansonsten sehr unterschiedlichen Lebensläufen gegeben hatte. Schumann, der als Musikkritiker sehr aktiv war und 1834 sogar eine eigene Musikzeitschrift gründete, hatte 1831 eine Kritik zu einem Konzert Chopins geschrieben, die mit den Worten „Hut ab, ihr Herren, ein Genie!“ in die Musikgeschichte einging.

von Tanja Hamer

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg