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Marburg Ein Mix aus Stilen und Emotionen
Marburg Ein Mix aus Stilen und Emotionen
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18:55 28.05.2017
Ein musikalisches Potpourri „made in Europe“ präsentierte die Band „La Cafetera Roja“ in der Waggonhalle. Quelle: Beatrix Achinger
Marburg

MC Anton Dirnberger betritt die Bühne und man merkt sofort: Er hat Lust auf Musik. Gefolgt von der Leadsängerin Aurélia Campione, die beim Ansetzen des Mikros eine soulige, volle Charakterstimme preisgibt, die erst mal wirkt. Und dann Spaß macht. „La Cafetera Roja“ präsentierten in der Waggonhalle ihr drittes Album „One Shot“. Was dabei ­herauskam war ein Mix aus Stilen, Kulturen und Emotionen – Musik, die zum Tanzen, „Chill-Out“ und Mitrocken animierte, aber auch zu Tränen rühren konnte.

Die sechs Musiker trafen vor neun Jahren ungeplant in Barcelona aufeinander, jeder mit seinem eigenen Musikstil, was sich in „La Cafetera Roja“ seit dieser Zeit zu einem fein verarbeiteten musikalischen Potpourri entwickelte, das ohnegleichen das Label „Made in Europe“ verdient – und zwar in weiten Teilen Europas. Denn aus Spanien, Frankreich und Österreich stammen die sechs, die in der Waggonhalle auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch sangen.

Zwischen Trip-Hop, Hip-Hop, Rock, Pop, Latin und Jazz entstand eine Musik, die vor allem live und in Farbe Spaß macht. Leadsängerin Aurélia Campione, MC und Keyboarder Anton Dirnberger, Chloé Legrand an der E-Gitarre, Fiti Rodriguez am Bass, Cellist Jean Michel Mota und Pierre Jean Savin an den Drums kamen authentisch daher – alle im Street-Look, aber auf der Bühne performend, als sei es jedem einzelnen Zuhörenden gewidmet. Dabei hatten nur knapp 40 Zuhörende den Weg in die Waggonhalle gefunden.

Häufige Stilwechsel prägten den Abend, von progressivem Rock („Art for peace“), tanzbarem Pop („Burn“), Jazz-Einflüssen („Make you sweat“) bis zu Sounds aus der ganzen Welt („Woman“) und beeindruckenden Gitarrenriffs („Sugar“). Die Texte handelten dabei von der Liebe zum Leben und zur Musik. Ein bewegender Abend.

von Beatrix Achinger