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Marburg Verdienstkreuz für Virologen Klenk
Marburg Verdienstkreuz für Virologen Klenk
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16:37 09.08.2018
Ministerpräsident Volker Bouffier (links) ehrte in Wiesbaden den Marburger Virologen Professor Hans-Dieter Klenk mit dem Bundesverdienstkreuz. Quelle: Hessische Staatskanzlei
Marburg

Für seine Verdienste um die Medizin erhielt Hans-Dieter Klenk das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeichnete den weltweit anerkannten Virologen am Donnerstag bei einem Empfang in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden aus. Dies teilte die Marburger Uni-Pressestelle am Donnerstag mit.

Klenk widmete sich unter anderem der Erforschung von Viren, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden und schwere Krankheiten auslösen können. Klenk gehört unter anderem der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie an. Zudem war er sechs Jahre lang Präsident der Deutschen Gesellschaft für Virologie. Klenk erhielt unter anderem im Jahr 2006 die Robert-Koch-Medaille in Gold für sein Lebenswerk und für seine molekularbiologische Erforschung von Influenza-Viren 2010 mit dem Emil-von-Behring-Preis.

Marburger Uni-Präsidentin betont Klenks Verdienste

Als Vizepräsident der von-Behring-Röntgen-Stiftung in Marburg setzt er sich auch weiterhin für Entwicklungsperspektiven der Universitätsmedizin ein. Klenk leitete das Institut für Virologie sowie das Medizinische Zentrum für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie an der Philipps-Universität Marburg. Insbesondere für seine Forschungsarbeiten zu Grippe-, Ebola- und Marburgviren erlangte Klenk internationales Renommee, so die Mitteilung der Uni-Pressestelle.

„Klenk ist ein renommierter Mediziner, der sich über seine wissenschaftliche Tätigkeit hinaus seit Jahrzehnten innerhalb seines Fachgebietes engagiert“, freut sich die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. „Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Philipps-Universität heute moderne, richtungweisende virologische Forschung betreibt.“

Hans-Dieter Klenk studierte Medizin in Tübingen, Wien und seiner Heimatstadt Köln. Nach einem Aufbaustudiengang zum Diplom-Biochemiker wurde er 1973 Virologie-Professor in Gießen, bevor er 1985 als Leiter der Virologie an die Philipps-Universität kam.