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Kriminalroman mit viel Humor

Marburger Krimifestival Kriminalroman mit viel Humor

Im Rahmen des Marburger Krimifestivals las das Autorinnenduo Helga Bürster und Jana Jürß aus ihrem Kriminalroman „Tangobar“ vor einem kleinen aber interessiertem Publikum im TTZ Marburg.

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In Rot und Schwarz gekleidet präsentierten Jana Jürß und Helga Bürster mit viel Witz ihren Roman „Tangobar“.

Quelle: Luisa Göhler

Marburg. Für die Lesung schlüpften Helga Bürster und Jana Jürß in die Rolle ihrer Romanfiguren inklusive Kostümierung und Requisiten und verliehen ihren Charakteren auf diese Weise Leben. Beide Autorinnen blieben dabei so authentisch, dass es mitunter schwer fiel, zwischen Fiktion und autobiografischen Elementen zu unterscheiden.

Der Roman, der sich eher als szenischer Krimi versteht, handelt von Linda Roos und Rosa Berg, zwei Autorinnen, die einen Kriminalroman veröffentlichen wollen, dabei aber an ihrem Verleger scheitern. Dieser ist nämlich plötzlich zu einem „Yogatypen“ geworden, der am liebsten nur noch Ratgeber veröffentlicht und grünen Tee trinkt. Da er Krimis für zu negativ behaftet hält, möchte er diese nicht mehr verlegen.

Von ihrer Wut gepackt beschließen die Autorinnen ihren Verleger zu ermorden. Leider bleiben sie dabei nicht unentdeckt und müssen nun für ihren Mitwisser in dessen „Tangobar“ arbeiten. Neben der Beschäftigung mit unliebsamen Gästen fallen ihnen während des Cocktailmixens weitere Mordfälle ein, die sie für ihren nächsten Roman verwenden wollen.

Diese episodisch erzählten Morde fügen sich passend in die Rahmenhandlung ein und sind nach Cocktails benannt, deren Rezepte sich ebenfalls im Buch wiederfinden. Helga Bürster und Jana Jürß erzählten die Episoden so pointiert, dass das Publikum mehrmals in großes Gelächter ausbrach.

Bevor „Tangobar“ zum Kriminalroman wurde startete es als gemeinsames Bühnenprojekt. Jana Jürß und Helga Bürster stellen mit den Protagonistinnen Linda Roos und Rosa Berg zwei starke, emanzipierte Frauen ins Zentrum. Mit viel Witz gelingt es dem Duo, ihre Charaktere absurd schwierige Situationen durchzustehen und selbst aus ihren Problemen Kapital schlagen zu lassen. Ihre präzise Erzählweise machte Lust auf mehr. Die gelungene szenische Darstellung begeisterte die Zuschauer und untermalte die zugleich humorvolle und spannende Stimmung des Romans.

von Luisa Göhler

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