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Blick auf die Kultur Lateinamerikas

Latino-Festival Blick auf die Kultur Lateinamerikas

Zum sechsten Mal findet in diesem Jahr die Semana Latina in der Waggonhalle statt. Jetzt hat sich ein Verein gegründet, der die Ziele dieser Veranstaltungsreihe fördern will.

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Ivan Santos ist beim sechsten Festival Semana Latina ebenso zu Gast wie die Gruppe Bandaluz.Fotos: privat

Quelle: JENS DISTELBERG

Marburg. Marburg. Das Festival zum Thema Lateinamerika vereint Konzerte, Tanzvorführungen, Theateraufführungen und Film. Dabei arbeiten verschiedene Kulturinitiativen und Vereine eng zusammen.

„Wir sind bisher immer von der Stadt gefördert worden, aber das gestaltet sich inzwischen schwierig, weil das Festival keine einmalige Veranstaltung ist“ erläutert Marion Breu von der Waggonhalle. Deshalb habe man nun den Verein gegründet, um als solcher eher Fördermittel beantragen zu können. Ziel ist es, die Semana Latina auch weiterhin jedes Jahr anbieten zu können, das Konzept aber auch weiter zu entwickeln und eventuell zu erweitern.

Bei der Semana Latina arbeiten Waggonhalle und Musikschule, Weltladen und Cineplex, die Buchhandlung Roter Stern und der aus Brasilien stammende Musiker und Chorleiter Jean Kleeb zusammen.

„Entstanden ist die Semana Latina auus einem Projekt der Marburger Musikschule, bei dem Musik aus den Anden präsentiert wurde“, erinnert sich der bolivianische Musiker Heyson Vargas Flores, der die Semana Latina mit ins Leben gerufen hat und der nun - nachdem er nach Marburg gezogen ist - auch Gründungsmitglied des Vereins ist. Weitere Mitglieder sind Marion Breu, Ralf Dörschel vom Weltladen, Siemke Hanßen und Matze Schmidt von der Waggonhalle, Jean Kleeb und Daniel Tinoco vom Verein iberoamerikanischer Studenten Marburg. Erster Vorsitzender ist Jean Kleeb, sein Stellvertreter Matze Schmidt.

„Unser Ziel ist es, die Kultur Lateinamerikas zu präsentieren, abseits der üblichen Samba- und Tangoverasntaltungen, erläuterte Kleeb bei der Vorstellung des Vereins. Dabei werden sowohl lateinamerikanische Künstler präsentiert, die in Deutschland leben, als auch Gäste aus Lateinamerika eingeladen, wie zum Beispiel Schüler einer Musikschule einer brasilianischen Favela - „das sind Dinge, die man hier sonst so nicht erleben kann“, betont Flores.

Etwa 500 bis 600 Besucher kommen in jedem Jahr zu den Veranstaltungen der Semana Latina, sagen die Organisatoren. Darauf hoffen sie natürlich auch in diesem jahr, wenn die Semana Latina vom 30. August bis zum 7. September stattfindet.

Diesmal gibt es im übrigen tatsächlich doch Flamenco, und zwar am 31. August mit dem Konzert von Bandaluz. Ein weiterer Höhepunkt wird in diesem Jahr der Auftritt des Sängers Ivan Santos ein, der die Tradition des brailianischen Nordostens mit den „Grooves“ der urbanen Welt verbindet. Auch der Gaumen wird gekitzelt, bei einem dreigängigen Menü aus der „Cocina Latina“ mit Musikbegleitung.

Die Semana Latina ist aber auch für Kinder da: Am 2. September gibt es ein lateinamerikanisches Kinderfest auf dem Gelände der Waggonhalle. Und wie stets wird auch die politische Situation beleuchtet, diesmal mit einem Vortrag über die Landfrauen aus Honduras.

„Der Verein Semana Latina ist natürlich offen für jeden, der uns unterstützen möchte“, sagt Marion Breu. Und Spenden würden natürlich immer gerne genommen, denn in jedem Jahr gehe die Kalkulation nur ganz knapp aus - „und wir müssen ja die Gagen zahlen können.“

Von Heike Döhn

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