Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Bis in die frühen Morgenstunden
Marburg Bis in die frühen Morgenstunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 30.10.2011
Der Pure-Club verwandelte die vier Foyers in der Stadthalle in eine Party-Lounge. Getanzt und gefeiert wurde bis zum nächsten Morgen. Quelle: Jan Bosch

Marburg. Der Pure-Club gastiert in der Stadt. Am Samstag verwandeln vier DJs die Foyers der Stadthalle in ein brodelndes Partyinferno. Ihre Partys veranstalten sie in unterschiedlichen Städten und sind seit vier Jahren Kult. „Wir sind total ausverkauft, die Stimmung ist super!“, zeigt sich Veranstalter Roman Benischke am Eingang sichtlich zufrieden. „Das werden wir wohl hier nochmal machen.“

An den Plattentellern halten vier renommierte DJs die Stimmung permanent auf dem Höchstlevel. Marco Sönke (Cocoon Club, EMM Frankfurt), Lutz Markwirth (MTV Hauptstadt Club, Puro Berlin), Oli Roventa (Pure Club Resident) und Manu Kremp (Gießen HouseRockers) schubsen die elektronischen Plattenteller bis zur heiligen Messe am Sonntagmorgen. Die Tanzfläche im oberen Foyer gleicht einer gediegenen Clublounge im Frankfurter Szeneviertel. Wände aus roten Leuchtbausteinen, Lichtsäulen, die Bühne mit weißen Sofas und DJ-Pulten sorgen für die richtige Atmosphäre. Rasend schnell wechseln an die Wände projizierte Filmsequenzen. Dicht gedrängt zucken Körper, eingehüllt in dichten Nebel, angetrieben von meterhohen Boxen.

Immer wieder lässt Lutz Markwirth einen neuen Sample über den treibenden Bass-Beat laufen. Arme wirbeln durch die Luft, surreale Standbilder werden für Bruchteile von Sekunden durch Stroboskopblitze erzeugt, um sofort im Gelb der kreisenden Scheinwerfer ausgelöscht zu werden. Gefühlte sechzig Grad lassen die Gäste kalt. Die heutige Nacht steht ganz unter dem Motto: Tanzen bis zum Umfallen! Es wird keine Ruhepausen geben, nahtlos geht ein Song-Arrangement in das nächste über. Markwirth schiebt und regelt schweißgebadet an den Plattentellern. Er verzögert für Sekunden den Beat, um dann mit allem, was Trance, Acid, Electro-House zu bieten haben, dem Publikum die Sporen zu geben.

Leerer wird es nicht mehr werden, zu vorgerückter Stunde warten noch immer zahlreiche Tanzwillige draußen auf Einlass. Auch um sieben Uhr am Sonntagmorgen wird das Summen des Weckers noch von einem leisen „bummbummbumm“ aus Richtung Biegenstraße untermalt.

von Jan Bosch