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Marburg „Bilder finden sich nicht von selbst“
Marburg „Bilder finden sich nicht von selbst“
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17:55 15.07.2012
Andrang beim Marburger Kunstverein: Die Kursleiter der Sommerakademie zeigen eigene Werke. Quelle: Nadja Schwarzwäller
Marburg

Mit 60 Teilnehmern und fünf Kursleitern begann 1977 die Geschichte der ersten bundesdeutschen Sommerakademie - eine Erfolgsgeschichte, wie sich herausstellen sollte. Hundert Künstler kamen im Laufe der Jahre nach Marburg, um in der Sommerakademie zu unterrichten. Vierzehn von ihnen stehen nun mit der Ausstellung „Bilderfinden - 35 Jahre Marburger Sommerakademie“ repräsentativ für das Kursangebot seit 1977.

Ihre Ursprungsidee sei gewesen, dass sich möglichst viele ehemalige Dozenten präsentieren, sagte die künstlerische Leiterin der Sommerakademie, Professor Tina Stolt bei der Vernissage. Damit aber nicht nur eine „zitathafte Präsenz“ entsteht, sondern um den Werken in der Ausstellung Raum zu lassen, fiel die Entscheidung, sich auf die 13 aktuellen Kursleiter zu beschränken - mit einer Ausnahme: den ehemaligen künstlerischen Leiter Manfred Fischer.

„Bilder finden sich nicht von selbst. Sie sind hart erarbeitet, besonders wenn sie klar und einfach scheinen“, so Tina Stolt. Was die Besucher erwartet, ist Malerei und Druckgrafik, Skulpturen, Installationen und Objekte - „die unerwartete Beweglichkeit der Steine“ ebenso wie „der in der Luft zitternde Strich“, wie es Stolt formuliert. Korrespondenzen und neue Bezüge lassen sich herstellen und Überraschungen gibt es ebenfalls: Nicht immer präsentieren die Dozenten die Techniken, die sie auch unterrichten.

„Bilderfinden“ ist die erste Ausstellung, bei der die Stadt Marburg und der Kunstverein gemeinsame Träger sind. Dr. Gerhard Pätzold vom Kunstverein erinnerte bei der Vernissage an die Anfänge der Sommerakademie, die auf eine Initiative von Louisa Biland zurückgeht und deren erster künstlerischer Leiter sein Büro und Atelier noch im Rathaus hatte. Bürgermeister Dr. Franz Kahle, der die rund 200 Gäste der Vernissage im Namen des Magistrats begrüßte, erklärte, die Sommerakademie sei zu einem wichtigen Stadtfaktor geworden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. August im Marburger Kunstverein (Gerhard-Jahn-Platz) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind jeweils Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr und mittwochs von 11 bis 20 Uhr, für Schulklassen und Besuchergruppen zusätzlich nach Vereinbarung. Öffentliche Führungen gibt es jeden Samstag um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Am Dienstag, 24. Juli, findet im Kunstverein „PLAY zeigt LAC“, eine Performance für zwei Tänzer statt, bei der Maya Brosch, ebenfalls Dozentin der Sommerakademie, für die Choreographie verantwortlich zeichnet.

Weitere Infos: www.marburg.de/sommerakademie und www.marburger-kunstverein.de

von Nadja Schwarzwäller

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