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Betrachter glücklich machen

GeWo-Galerie Betrachter glücklich machen

In der GeWo Galerie Marburg stellen die Künstler Viktor Naimark, Svetlana Samartseva und Antje Michael Malerei, Aquarelle und Skulpturen aus. Ihre Intention: den Betrachter glücklich stimmen.

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Svetlana Samartseva (von links), Viktor Naimark und Antje Michael stellen gemeinsam in der GeWo-Galerie aus.Foto: Caroline Döschner

Marburg. „Der Betrachter soll die Werke nicht intellektuell, sondern emotional die Werke betrachten“, so lauten die einführenden Worte Uwe Wagners bei der gut besuchten Vernissage in der GeWo Galerie. Wer diesem Rat des Vorsitzenden des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Hessens (BBK) folgt, indem alle drei Künstler Mitglied sind, kann sich auf durch eine abwechslungsreiche Ausstellung freuen. Der Betrachter soll in den Skulpturen, Aquarellen und Bildern Geschichten entdecken, die ihn tief im Inneren berühren. Viktor Naimark, Svetlana Samartseva und Antje Michael wollen mit ihren Werken weder provozieren noch Aggressionen auslösen, sie wollen zeigen, dass „die Welt schön ist“, meint Uwe Wagner.

Antje Michael aus Goßfelden zeigt Handskulpturen aus Terrakotta und Bronze. Sie war es auch, die den entscheidenden Impuls zu der Ausstellung in dieser Kombination gab. Ihre Skulpturen, wie „Gute Hände mit Taube“ oder „Zauberei“ veranschaulichen, was Hände alles können - Begreifen, Fühlen, Faszinieren und vieles mehr. „Man kann nur durch Gegenständliches den Betrachter im Inneren erreichen, Ungegenständliches kann das nicht“, erklärt Antje Michael ihren Anspruch an ihre Arbeit.

Das Künstlerehepaar Svetlana Samartseva und Viktor Naimark lebt seit 1990 in Frankfurt. Beide wollen mit Aquarellen, Mischtechniken, Collagen und Ölbildern Emotionen und Wärme vermitteln. Svetlana Samartseva erweckt mit Wasser die Farben und belebt so Strukturen von Häusern oder Gondeln, wie in ihrem Aquarell „In der Frühe“. Dabei sind ihre Bilder, wie Wagner bemerkt, „ein faszinierendes Spiel zwischen Nass und Trocken sowie Hart und Weich. Durch reduzierte Farbigkeit vermitteln ihre Bilder Stimmungen und bilden so Projektionsflächen für eigene Empfindungen.

Viktor Naimark, der wie Svetlana Samartseva an der berühmten Repin-Kunstakademie in St. Petersburg Abschlüsse in Architektur und Malerei absolvierte, will durch seine Collagen, Mischtechniken und Ölbildern zeigen, dass es in unserer heutigen hektischen Welt „Bereiche der Einkehr“ gibt. „Oft vermitteln sie dem Betrachter das Gefühl, dass es dem Menschen gut täte, inne zu halten, demütig zu erkennen, dass er in erster Linie Geschöpf ist und nicht der Schöpfer“, beschreibt Uwe Wagner die Werke des Malers.

Die Ausstellung ist bis zum 1. Februar in der GeWo Galerie im Parkhaus Pilgrimstein zu sehen; geöffnet Montag bis Mittwoch 9 bis 16 Uhr, Donnerstag 9 bis17 Uhr und Freitag 9 bis 12 Uhr.

von Caroline Döschner

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