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„Besetzung und Harmonik sind gigantisch“

Verdi „Besetzung und Harmonik sind gigantisch“

Am Sonntag, 22. November, führt ab 17 Uhr in der Elisabethkirche die Kantorei dieses Gotteshauses unter der Leitung von Nils Kuppe Verdis „Messa da requiem“ mit dem Chor und Orchester St. Martin aus Kassel auf.

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Bezirkskantor Nils Kuppe. Archivfoto

Marburg. Im OP-Interview spricht Kantor Nils Kuppe über das Werk, dessen Entstehung, Entwicklung, Besonderheiten und Schönheiten.

OP: Warum haben Sie sich unter den vielen Requiems für Giuseppe Verdis „Messa da requiem“ entschieden?

Kuppe: Es ist ein einzigartiges Stück. Es ist mit Abstand die größte kirchenmusikalische Komposition Verdis. Der Farbenreichtum und die Harmonik seiner Komposition faszinieren mich.

OP: Für Verdis Werk gibt es viele Umschreibungen: „Verdis beste Oper“, „Liturgische Oper“, „dramatisches Werk in Opernsprache“ oder „Oper im Kirchengewand“. Wie würden Sie es nennen?

Kuppe: Für mich ist es ein Requiem, also eine Totenmesse. Entscheidend ist die Entstehungsgeschichte. Verdi, eher als kirchenferner Mensch bekannt, wird durch Schicksalsschläge angeregt, sich mit einer Totenmesse zu befassen.

OP: Verdi war Agnostiker. Schicksalsschläge hatte er auch privat: Zwischen 1838 und 1840 starben seine zwei Kinder und seine erste Frau, die er 1836 heiratete; 1867 starben Vater und Schwiegervater, die bei ihm lebten. Ist das die Verbindung?

Kuppe: Ob auch das eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht beurteilen. In erster Linie sind es zwei andere Menschen: Rossini und Manzoni.

von Helmut Rottmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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