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Marburg „Besetzung und Harmonik sind gigantisch“
Marburg „Besetzung und Harmonik sind gigantisch“
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19:52 10.11.2009
Bezirkskantor Nils Kuppe. Archivfoto

Marburg. Im OP-Interview spricht Kantor Nils Kuppe über das Werk, dessen Entstehung, Entwicklung, Besonderheiten und Schönheiten.

OP: Warum haben Sie sich unter den vielen Requiems für Giuseppe Verdis „Messa da requiem“ entschieden?

Kuppe: Es ist ein einzigartiges Stück. Es ist mit Abstand die größte kirchenmusikalische Komposition Verdis. Der Farbenreichtum und die Harmonik seiner Komposition faszinieren mich.

OP: Für Verdis Werk gibt es viele Umschreibungen: „Verdis beste Oper“, „Liturgische Oper“, „dramatisches Werk in Opernsprache“ oder „Oper im Kirchengewand“. Wie würden Sie es nennen?

Kuppe: Für mich ist es ein Requiem, also eine Totenmesse. Entscheidend ist die Entstehungsgeschichte. Verdi, eher als kirchenferner Mensch bekannt, wird durch Schicksalsschläge angeregt, sich mit einer Totenmesse zu befassen.

OP: Verdi war Agnostiker. Schicksalsschläge hatte er auch privat: Zwischen 1838 und 1840 starben seine zwei Kinder und seine erste Frau, die er 1836 heiratete; 1867 starben Vater und Schwiegervater, die bei ihm lebten. Ist das die Verbindung?

Kuppe: Ob auch das eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht beurteilen. In erster Linie sind es zwei andere Menschen: Rossini und Manzoni.

von Helmut Rottmann

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