Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Beethovens Siebte verzaubert Kinder

Marburg Beethovens Siebte verzaubert Kinder

Der Marburger Konzertverein will junge Menschen für Klassik begeistern. Eine tolle Idee sind die Kinderkonzerte. 300 Besucher kamen am Sonntag in die Stadthalle, um die Junge Marburger Philharmonie zu hören.

Voriger Artikel
Die Schattenseite des Rampenlichts
Nächster Artikel
Millionenschecks für exzellente Forscher

Klassik einmal anders: Beim Kinderkonzert des Konzertvereins gehen die jungen Besucher mit.

Quelle: Ines Dietrich

Marburg. Vor allem die Kinder konnten es kaum erwarten, dass sich die leeren Stuhlreihen auf der Bühne endlich mit Musikern füllten.

Wer genau hinschaute, wusste auch schon, was auf dem Programm stand. Ein Poster von Ludwig van Beethoven hing an der Wand und eine kleine Gipsbüste des Komponisten stand auf dem Pult zu Füßen des jungen Dirigenten Hyun Jin Yun, der wie das Orchester sichtlich Freude daran hatte, für Kinder zu musizieren.

Das die Musiker sich auf dieses Konzert besonders vorbereitet hatten, war auch zu hören, als die einzelnen Instrumente vorgestellt wurden – da spielte das Fagott kurz das Thema aus „Großvater und der Wolf“ und die Trompete die Erkennungsmelodie der Sesamstraße.

Moderator Martin Gärtner nahm die Kinder mit in die Welt von Beethovens siebter Sinfonie und half ihnen, die Musik zu verstehen.  „Eine Sinfonie besteht aus vier Teilen“, sagte er und wollte wissen, was außerdem aus vier Teilen besteht. „Das Jahr!“ oder „eine Stunde“  waren einige Antworten und schon hatten die Kinder registriert, dass auch eine Sinfonie einer Struktur folgt. Gärtner ließ die Zuhörer mitsingen- und klatschen, um Rhythmus und Melodie zu unterscheiden und forderte sie auf zu tanzen und zu dirigieren, was sie mit großer Begeisterung taten.  Dass dann auch noch das Orchester nach ihren Vorgaben spielte, freute die Kinder besonders.

Am Ende des Konzertes gab Gärtner noch ein bisschen Nachhilfe für adäquate Beifallsbekundungen. „Wenn dem Publikum ein Konzert gefallen hat, klatschen alle und rufen ,Bravo’,“ so Gärtner. Wenn es euch nicht gefallen hat, müsst ihr aber auch nicht Bravo rufen“, fügte er vorsorglich hinzu. Doch sofort nachdem der letzte Ton verklungen war, ertönte eine sehr junge Stimme „Bravo!“ und der donnernde Applaus, der folgte, war unmissverständlich: dieses Kinderkonzert war ein voller Erfolg.

von Ines Dietrich

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel