Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Beate Lambert und ihr Allheilmittel: Singen

Verkehrserziehung Beate Lambert und ihr Allheilmittel: Singen

Die Marburger Kinderliedermacherin Beate Lambert arbeitet an einem ehrgeizigen Projekt mit, das in gut Neudeutsch „Vision Zero“ heißt.

Voriger Artikel
Strenge Komposition und Spontaneität
Nächster Artikel
Aus Schulverweigerern werden Abbrecher

Über den Dächern Weidenhausens: Beate Lambert.

Quelle: Carsten Beckmann

Marburg. Hinter dieser „Vision Null“ steckt das Wissen darüber, das Jahr für Jahr in Deutschland zehntausende Kinder im Straßenverkehr verunglücken. Beate Lamberts Musiker-Kollege Rolf Zuckowski war es ursprünglich, der vor einigen Jahren bereits mit seiner „Schulweg-Hitparade“ versuchte, auf spielerische und vergnügliche Weise das Bewusstsein von Grundschülern dafür zu schärfen, wo auf dem täglichen Weg zum Unterricht die Gefahren im Verkehr lauern.

Doch weil Kinderpsychologen und Verkehrsexperten wissen, dass diese Form des Lernens bereits im Vorschulalter ansetzen muss, um wirklich Früchte zu tragen, gibt es als Neuauflage der Liedersammlung „Schau mal, hör mal, mach mal mit“ das großangelegte Projekt „Rot und Grün“, das die Marburger Liedermacherin gemeinsam mit dem Bassisten und Sänger Ferri und einer sechsköpfigen Band im Verlauf einer Tour durch die deutschen Landeshauptstädte vorstellt.

„Dabei geht es weniger um das Vermitteln von Regeln als um Wahrnehmungserziehung“, sagt die Musikerin, die vor jeweils bis zu 500 Erzieherinnen und Erziehern Lieder vorstellt wie „Fahrbahn und Gehweg“ oder „Der Wegbestimmer“. Doch nicht nur der Wunsch, etwas zum weiteren Absinken von Unfallzahlen beitragen zu können, ist zurzeit Triebfeder für das künstlerische Schaffen der Musikerin aus der Weidenhäuser Straße. „Wir sind das Land, in dem im internationalen Vergleich am wenigsten gesungen wird“, ärgert sich Beate Lambert, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, ihre Umwelt wieder vermehrt zum gemeinsamen Singen zu animieren – runter von der Bühne, nicht mehr vor, sondern mit den Menschen singen.

von Carsten Beckmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg