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Marburg Baumfällarbeiten am Campus Lahnberge
Marburg Baumfällarbeiten am Campus Lahnberge
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00:17 14.01.2019
Fällungen auf den Lahnbergen sind Teil der vorbereitenden Arbeiten für die Anlegung einer Busspur. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Passanten, die im Gebiet zwischen den Gebäuden der alten und der neuen Chemie spazieren gehen, haben es in diesen Tagen mitbekommen. Großflächig wurden dort Bäume gefällt. Ein OP-Leser war ­erschrocken und sprach sogar von einer Schneise der Verwüstung. Doch vonseiten der Universität gab es Entwarnung. „Die Baumfällungen am Campus Lahnberge wurden im Rahmen der Infrastrukturmaßnahme Lahnberge erforderlich“, erläuterte die Marburger Uni-Pressesprecherin Christina Mühlenkamp auf Anfrage der OP.

Dabei handele es sich im ersten Schritt um die Neuinstallation beziehungsweise die Erweiterung von im Erdreich verlegten Ver- und Entsorgungsleitungen.

Im zweiten Schritt sei die Errichtung einer „Umwelttrasse“ geplant, teilte Mühlenkamp mit. Auf dieser Trasse soll  der Busverkehr durch den naturwissenschaftlichen Campus geführt werden. Die Rodungsarbeiten wurden nach Angaben der Pressesprecherin beantragt und genehmigt.

Beendet werden sollen die Arbeiten Ende des Jahres

Ausgeführt wurden sie durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), teilte Mühlenkamp mit. LBIH-Pressesprecher Alexander Hoffmann ergänzt auf Nachfrage der OP: „Es handelt sich um eine Fläche von rund zwei Hektar, für die Ersatzaufforstungen erfolgen. Die Maßnahme wurde im Dezember begonnen und ist inzwischen weitestgehend abgeschlossen.“

Für den Campus Lahnberge sollen sowohl die Busspur ausgebaut werden als auch neue Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden.­ Baubeginn war im Mai 2017, beendet werden sollen die ­Arbeiten Ende 2019.

Geplant ist, ausgehend von einem Kreisverkehr auf der ­Panoramastraße, eine zentrale Busspur entlang der zentralen ­naturwissenschaftlichen Institute im Campus verlaufen zu lassen. Entlang einer sieben Meter breiten Fahrbahn, die den Bus-Begegnungsverkehr ermöglicht, sollen zwei Haltstellen angelegt werden.

In der Nähe des bereits jetzt errichteten Parkhauses für die neue Chemie soll zudem eine neue „Parkpalette“ errichtet werden, die die Park-Kapazität von 360 auf 600 Autos erhöht.

von Manfred Hitzeroth