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Marburg Ballett, Burlesque und Beats der Moderne
Marburg Ballett, Burlesque und Beats der Moderne
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00:20 14.05.2014
Anmutiger Tanz und erstklassige Musik, wie hier mit Sängerin Ulla Keller (kleines Foto), das bot die „STEP IN Show“ in der Waggonhalle.Foto: Michael Hoffsteter Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

In einer randvollen Waggonhalle sahen 140 Besucher bei der „STEP IN Show“ der Marburger „Ballett, Musical & Tanzakademie“ ein prachtvolles Potpourri verschiedenster Tänze und Gesänge.

Die Vorbereitungen für die Show begannen im November 2013. Neun Lehrkräfte erarbeiteten mit 97 Schülern einen breitgefächerten und bunten Mix aus Ballett, Burlesque, „Modern Dance“ und Gesangssoli. Eben diese Mixtur macht den Reiz der Vorstellung aus. Für fast jeden Zuschauer ist etwas dabei. „Für mich ist es auch meistens eine Überraschung, was meine Kolleginnen auf die Bühne bringen. Aber es ist immer exzellent“, sagte Schulleiterin Angelika Pierson. Der Sexappeal der Burlesqueshow im Stile von „Moulin Rouge“ war bis in die hintersten Stuhlreihen zu spüren und die „Attitude“ und das „Auf dem Fußknöchel stehen“ der Ballerinen waren eine Zierde fürs Auge von Kennern und Laien des klassischen Tanzes.

Mehr als 90 Tänzer der „Ballett, Musical & Tanzakademie" begeisterten die Besucher der "Step In Show" in der Waggonhalle. (Fotos: Michael Hoffsteter)

Höhepunkt des Abends war jedoch die Mezzosopranstimme von Ulla Keller, die an der Akademie für die Gesangsausbildung zuständig ist und mit ihrer Interpretation des humorvollen Chansons „ein Neandertaler“ von Hanne Wieder aus den sechziger Jahren bestach. Erstklassig waren auch die Kostüme, die zur Schau getragen wurden und von der Akademie selber entworfen werden. Vom Tutu der Ballerinen bis zum Paillettenkleid der Burlesquetänzerinnen stimmte einfach alles. „Alle an der Schule wissen, dass Frau Pierson die Kleider möglichst glitzernd will“, lacht die Schulleiterin, die die Akademie vor 27 Jahren gründete.

Eigentlich sind die Künstler der Akademie gewohnt, auf der Bühne der Stadthalle zu stehen und mit knapp 300 Schülern aufzutreten. „Es war sehr schön, mal wieder in einem kleineren Rahmen aufzutreten. Vor allem die Koordinierung hinter der Bühne ist mit so vielen Schülern eine organisatorische Mammutaufgabe“, gesteht Ulla Keller. „Außerdem ist man viel näher am Publikum, was auch großartig ist.“

Wie zu erwarten, beeinträchtigte der kleinere Rahmen der „STEP IN Show“ die Begeisterung weder bei den Künstlern, noch bei den Zuschauern, die den Abend mit tosendem Applaus und „Rakete“ beschlossen, wie man es eigentlich nur vom Karneval kennt.

von Benjamin Kaiser